Das Paul-Jauch-Haus in Eningen
Der Freundeskreis Paul Jauch
Paul Jauch beim Zeichnen

Friedrich Palmer zeigt Graphik und Zeichnung

„Realitätsverlust“ im Eninger Paul-Jauch-Haus

Ab 2. September heißt es im Eninger Paul-Jauch-Haus „Heimspiel“ für Friedrich Palmer. Der Eninger Künstler zeigt in der kommenden Einzelausstellung „Realitätsverlust“ seine neuen, detailverliebten und skurrilen Tuschezeichnungen, die seit Jahren sein Markenzeichen sind.

Ebenso werden handgezeichnete Monotypien zu sehen sein, welche digital überarbeitet, koloriert und in einer kleinen, exklusiven Auflage von jeweils 3 Exemplaren erscheinen.

Die Vernissage findet am Freitag, den 2. September um 19 Uhr im Paul-Jauch-Haus, Eitlinger Straße 5, statt. Die Einführung in die Ausstellung hält die Kunsthistorikerin Jutta Fischer. Alle Kunstinteressierten sind herzlich eingeladen. Bei gutem Wetter findet die Veranstaltung im idyllischen Garten des Hauses statt.

Bis zum 2. Oktober 2022 ist die Ausstellung immer sonntags von 14-17 Uhr zu sehen. Weitere Besichtigungen auf telefonische Anfrage unter 07121 8921255.

Am Sonntag, den 18. September 2022 findet im Rahmen der Ausstellung von 14-17 Uhr eine Monotypie-Druckvorführung mit dem Künstler statt.

 

„Zuhause im Grünen Hof“

Ausstellung mit Zeichnungen und Fotos zur Familie von Paul Jauch

Letztmalig zu sehen am Sonntag, 7. August 2022 von 14 - 17 Uhr

Im Herzen von Eningen unter Achalm, als Teil des Häuserensembles rund um den „Grünen Hof“, steht das einstige Wohnhaus des Bleistiftzeichners Paul Jauch (geb. 1870 in Schwenningen). Seit dem Kauf durch den Urgroßvater war das Haus in der Eitlinger Straße und heutige Museum stets in Familienbesitz.

Dort lebte und wirkte er als Zeichner, illustrierte und entwickelte auf Wanderschaft heimatliche Gefühle für die Achalm-Gemeinde und die Alb-Region. Stets ist er dabei umgeben von den Frauen in seinem Leben: Seine Mutter, die eine wichtige Rolle einnimmt, seine drei ledigen Schwestern und später die wesentlich jüngere Emilie Krebs, die zunächst Vertraute und später seine Frau wird.

Als „Wanders- und Malersmann“ ist Paul Jauch vorrangig für seine Landschaftszeichnungen bekannt. Vorneweg die Achalm, die er unzählige Male und in vielen Varianten darstellte. Doch auch Portraits, insbesondere Zeichnungen seiner Familie, finden sich im künstlerischen Nachlass. Beeindruckend und faszinierend genau schaffte es der Bleistiftzeichner Gestik, Mimik, ja jede noch so kleine Falte zu Papier zu bringen. Durch die Nuancen, die er mit seinem Bleistift erreicht, wirken die Figuren nahezu lebendig, werden sie zudem noch häufig mitten aus dem Leben gegriffen und bei alltäglichem Tun dargestellt.

So erzählt diese Ausstellung, dokumentiert von Zeichnungen und Fotografien, die Geschichte der Familie Jauch im Grünen Hof und die der Frauen im Leben des Künstlers.

 

Aktuelles aus dem Paul-Jauch-Museum

Die Museumsräume im I. OG des Paul Jauch Hauses stehen ganz im Zeichen von Jauchs frühen Aquarellen und aquarellierten Tuschezeichnungen. Diese Arbeiten geben einen Einblick in das Schaffen eines "anderen" Paul Jauchs und belegen dennoch sein Gespür für die Besonderheiten von Natur und Landschaft. Im hinteren Kabinett ergänzen derzeit Zeichnungen und Fotografien zum Thema "Garten und Natur im Grünen Hof" die Dauerausstellung. Hier wird ersichtlich, welchen hohen Stellenwert das grüne Idyll für Jauch und seine Familie einnahm.

Darüberhinaus sind die Wohn- und Arbeitsräume mit zahlreichen Objekten und Möbeln erhalten. Die Familie Jauch, sowie die Frauen rund um Paul Jauch, werden dargestellt und portraitiert.

Die Dauerausstellung im 1. Obergeschoss ist zu den Öffnungszeiten des Hauses zu sehen.

 

 

Mitgliederversammlung 2022 des Paul-Jauch-Freundeskreises

Alte und neue Kulturvorhaben für den Grünen Hof

Am Dienstag, den 24. Mai fand in der Gaststätte Eninger Hof nach zweijähriger Pause die Mitgliederversammlung des Paul-Jauch-Freundeskreises statt. Nachdem die Versammlung vom Vorsitzenden Wolf-Dieter Baumann eröffnet wurde, berichtete dieser von den ausgefallenen und stattgefundenen Aktionen zwischen 2020 und heute....

Kurz vor Ausbruch der Pandemie, im März 2020, fand die letzte Mitgliederversammlung statt. Während das Jauch-Haus das gesamte Jahr über geschlossen blieb, wurde mit der Reihe "Auf den Spuren Paul Jauchs" regelmäßig Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Kunst- und Wanderbegeisterte wurden ermutigt, sich zu Orten aufzumachen, die Jauch gezeichnet hatte und selbst Schnappschüsse von dort einzusenden.

Für 2021 wurde von langer Hand die Ausstellung "Biberfraßgelände" des Tübinger Künstlers Jürgen Klugmann geplant. Zu Beginn der Museumssaison wurde die Ausstellung "coronabedingt" zunächst digital präsentiert und im Juni unter strengen Bedingungen dann endlich auch für das Publikum geöffnet. Im Juli wurde dann die Vernissage bei herrlichem Sonnenschein nachgeholt: Ein schönes Kulturprogramm mit Prosa und Gedichten sowie einem grandiosen Friedemann Dähn am E-Cello unterhielten das Publikum. Auf Grund der verkürzten Museumssaison wurde in 2021 nur die eine Ausstellung von Jürgen Klugmann gezeigt. Ein weiteres Highlight gab es dafür Anfang September mit der Veranstaltung „Kultur im Grünen“. Die beliebte Andrea Bachmann brachte dem Publikum mit „kunsthistorischen Happen“ die Arbeiten von Jürgen Klugmann näher und Anna Ohlmann und Patrik Böhringen brachten musikalische Impressionen in den Garten.

Nach einer normalen Winterpause von Oktober-April öffnete das Museum in diesem Jahr, 2022, wieder wie gewohnt. So wird derzeit mit der Ausstellung „Zuhause im Grünen Hof“ erstmalig eine Ausstellung zur Familie von Paul Jauch und dem Leben in der Eitlinger Straße 5 gezeigt. Zeichnungen der Familie werden ergänzt von Fotos, Texten und einer digitalen Präsentation.

Vor anderthalb Wochen, am 15. Mai, fand dann die erste Sonderveranstaltung im Garten statt. Im Rahmen des Internationalen Museumstages wurde im idyllischen Garten bewirtet. Kleine Sitzgruppen luden ein, um den harmonischen Klängen von der Mandoline (Hildegard Halfmann) und Akustikgitarre (Dieter Krug) zu lauschen.

Auch einen Ausblick auf geplante Ausstellung gab Baumann den Mitgliedern bekannt. So wird ab September Friedrich Palmer Werke aus dem Bereich Monotypie und "Elektromono" ausstellen, wo Drucke digital von ihm weiterverarbeitet werden. Die Vorbereitungen laufen bereits und wir freuen uns auf das "Heimspiel" des Eninger Künstlers. Vorgemerkt werden kann schon einmal der Termin für die Vernissage am Freitag, den 2. September 2022 um 19 Uhr.

Für 2023 fanden bereits Vorabsprachen mit der Reutlinger Künstlerin Susanne Immer statt, die gerne Druckgrafiken im Jauch-Haus zeigen möchte.

Nachdem der Kassenbericht durch die Kassiererin Helga Walz erfolgte und der Kassenprüfer Gerd Fetzer ihr eine einwandfreie Kassenführung bescheinigte, wurde der bisherige Vorstand einstimmig entlastet. 

Im Anschluss fanden Neuwahlen statt. Als erster Vorsitzender wurde Wolf-Dieter Baumann im Amt bestätigt, ebenso wie seine Stellvertreterin Marga Benzing. Helga Walz stellte sich als Kassiererin und Harald Fügen als Schriftführer erneut zur Wahl. Für den erweitereten Vorstand wurden Roger Mau, Irmgard Stoll und neu Margrit Kuhn als Beisitzer/in gewählt. Wiedergewählt als Kassenprüfer wurde Gerd Fetzer, neuer zusätzlicher Kassenprüfer ist Winfried Baumann. Alle Vorstandmitglieder erhielten die einstimmige Bestätigung durch die anwesenden Mitglieder. Aus dem Vorstand wurden Annemarie Winter und Helga Emmert verabschiedet.

Am Ende der Sitzung wurde dem Eninger Künstler und Zeichner Erich Laun gedacht. Am Tag der Mitgliederversammlung wurde bereits der 5. Todestag begangen. Die Witwe, Hildegard Kübler-Laun, hatte alte Zeitungsberichte und Unterlagen der vergangenen Ausstellungen mitgebracht und so entstand ein netter Austausch und ein gemeinsames Erinnern. Der Vorsitzende Wolf-Dieter Baumann bedankte sich bei Frau Kübler-Laun und betonte, dass man das Andenken an Erich Laun als Künstler und als Mensch in Ehren halten werde.

 

Der neue Vorstand: Margrit Kuhn (Beisitzerin), Roger Mau (Beisitzer), Marga Benzing (Stellv. Vorsitzende), Harald Fügen (Schriftführer), Wolf-Dieter Baumann (Vorsitzender) und Helga Walz (Kassiererin). Es fehlt Irmgard Stoll.

Sonnenschein und viel Interesse am Internationalen Museumstag

Große und kleine Besucher, Kunst- und Geschichtsinteressierte, Eninger und Auswärtige haben am vergangenen Sonntag im Rahmen des Internationalen Museumstages die Möglichkeit genutzt die Museen im Grünen Hof zu besuchen.

Bei herrlichem Frühsommerwetter luden im Jauch-Garten kleine Sitzgruppen die Besucher ein, den harmonisch, sanft klingenden Tönen von Hildegard Halfmann an der ukrainischen Mandoline und Dieter Krug an der Akustikgitarre zu lauschen. Eine kleine Outdoor-Verkaufsausstellung mit Jauch-Drucken und Postkarten der Eninger Kunstwege rundete die Sache ab. Viele blieben bei dieser entspannten Atmosphäre und der netten Bewirtung durch den Freundeskreis auch mal länger sitzen und schlossen den Museumstag mit einem Besuch in der Sonderausstellung "Zuhause im Grünen Hof" ab.

 

Paul Jauch Haus in Eningen, Heimat des Zeichners im 20. Jahrhundert. Paul Jauch wohnte hier im Grünen Hof in der Eitlinger Straße in Eningen. Hier fertigte Paul Jauch die meisten seiner Zeichnungen an. Das Paul-Jauch-Haus, genauer das Paul-Jauch-Museum im Grünen Hof in der Eitlinger Straße in 72800 Eningen hat unregelmäßig geöffnet. Die genauen Öffnungszeiten des Paul-Jauch-Hauses erfahren Sie auf dieser Website auf der Seite Aktuelles. Viel Spaß beim anschauen!