Das Paul-Jauch-Haus in Eningen
Der Freundeskreis Paul Jauch
Paul Jauch beim Zeichnen

Künstler/innen zu Gast im Paul-Jauch-Haus

 

seit der Wiedereröffnung des Hauses 2006

(detaillierte Berichte weiter unten)

 

2006

HAP Grieshaber: Plakate zum Totentanz

Paul Jauch: Der Zeichner der Schwäbischen Alb

2007

Helga Mänz und Ulrich Raschke: Bild und Text

Paul Jauch: Zum 50. Todestag

2008

Gudrun Krüger: Zeichnungen und Plastiken

Shoko Hayashizaki: Paul Jauch trifft Japan (Kalligraphie)

Hans Helfersdorfer: Graphiken-Zeichnungen-Karikaturen

2009

Erich Laun: Zeichnungen und Aquarelle

HAP Grieshaber: Achalmgrüße - Kunstschätze der Gemeinde

Winand Victor liest "literarische Fußnoten"

Fotopräsentation: Albwacholder

Helmut Bachschuster: "Zoig i dir", Orientierungsobjekte

Heinz Danzer: Juniperus (Zeichnungen)

HAP Grieshaber: Kunst am Bau (Fotopräsentation)

2010

Friedrich Palmer: Neue Zeichnungen

MAMU: Zeichnungen aus der Tube

Luitgard Schanbacher-Dürr: Sichtbares und Verborgenes

2011

Paul Jauch: Das Motiv und sein Zeichner

Lesung "Die Weggefährten von der Achalm"

Konzerte mit "blue curtain" und "Konrading"

Armin Burghagen: Graphische Arbeiten

Peter Magiera: Protokolle + Lebenszeichen

2012

Winand Victor: Zeichnungen

Museumstag: Gabi Hagenloch und Friedrich Palmer

Uli Huber: Malerei - Druck - Graphik

2013

Barbara Wünsche-Kehle: Randbemerkungen

Julia und Jürgen Keppeler: Sehnsucht südlich von Lappland

Konzert Litera Musica: Guten Tag, Frau Eule

2015

Paul Jauch: Der naturnahe Paul Jauch

Soiree: Die Natur in Musik und Poesie

Magdalene Glasbrenner: Schere trifft Papier

2016

Heidi Moritz Häntsche: Malerei und Grafik

Paul Jauch: Drucke zur "Jakobs-Leiter"

Paul Jauch: Verborgene Schätze - Originale aus Privatbesitz

2017

Helmut Anton Zirkelbach: Spuren der Landschaft

Mit den Augen Paul Jauchs: Zeichnung und Fotografie

(in Kooperation mit der Naturfreunde-Fotogruppe)

2018

Fortsetzung und Finissage "Mit den Augen Paul Jauchs"

Eninger Künstler: Farbe auf Zeit

Theatergruppe Freigeist: Szenische Lesung "Biel am See"

(mit Weinprobe in Kooperation mit der Buchhandlung LITERA)

Blasebelg und Heidemarie Köhler: Konzert und Lesung

Minny Beckmann: Erkennen - Verwandeln

2019

Hanns Haussecker "Unterwegs mit Feder und Pinsel"

"Mehr als die Achalm" - 30 Jahre Paul-Jauch-Freundeskreis

Marlene Neumann "Bleibende Eindrücke"

Künstlergespräch mir Marlene Neuman und Helmut Anton Zirkelbach

Paul Jauch´s Gartenhäuschen

2020

Wandertipp-Reihe in den Eninger Nachrichten

- Keine Ausstellung auf Grund der Pandemie -

2021

 Fortführung der Wandertipp-Reihe und Nistkasten-Aktion

Jürgen Klugmann - "Biberfraßgelände"

Vernissage mit Prosa und Fried Dähn am E-Cello

"Kultur im Grünen": Duo Ohlmann / Böhringer

2022

Sonderausstellung Paul Jauch - "Zuhause im Grünen Hof"

Friedrich Palmer - "Realitätsverlust"

Museumstag mit Dieter Krug, Gitarre

 

 

 

Jahresrückblick 2022

 

"Zuhause im Grünen Hof"

Ausstellung mit Zeichnungen und Fotos zur Familie von Paul Jauch, Frühjahr 2022

Im Herzen von Eningen unter Achalm, als Teil des Häuserensembles rund um den „Grünen Hof“, steht das einstige Wohnhaus des Bleistiftzeichners Paul Jauch (geb. 1870 in Schwenningen). Seit dem Kauf durch den Urgroßvater war das Haus in der Eitlinger Straße und heutige Museum stets in Familienbesitz.

Dort lebte und wirkte er als Zeichner, illustrierte und entwickelte auf Wanderschaft heimatliche Gefühle für die Achalm-Gemeinde und die Alb-Region. Stets ist er dabei umgeben von den Frauen in seinem Leben: Seine Mutter, die eine wichtige Rolle einnimmt, seine drei ledigen Schwestern und später die wesentlich jüngere Emilie Krebs, die zunächst Vertraute und später seine Frau wird.

Als „Wanders- und Malersmann“ ist Paul Jauch vorrangig für seine Landschaftszeichnungen bekannt. Vorneweg die Achalm, die er unzählige Male und in vielen Varianten darstellte. Doch auch Portraits, insbesondere Zeichnungen seiner Familie, finden sich im künstlerischen Nachlass. Beeindruckend und faszinierend genau schaffte es der Bleistiftzeichner Gestik, Mimik, ja jede noch so kleine Falte zu Papier zu bringen. Durch die Nuancen, die er mit seinem Bleistift erreicht, wirken die Figuren nahezu lebendig, werden sie zudem noch häufig mitten aus dem Leben gegriffen und bei alltäglichem Tun dargestellt.

So erzählte diese Sonderausstellung, dokumentiert von Zeichnungen und Fotografien, von Mai bis August 2022 die Geschichte der Familie Jauch im Grünen Hof und die der Frauen im Leben des Künstlers.

 

 

Sonnenschein und viel Interesse am Internationalen Museumstag

Große und kleine Besucher, Kunst- und Geschichtsinteressierte, Eninger und Auswärtige haben am Sonntag, 15. Mai 2022 im Rahmen des Internationalen Museumstages die Möglichkeit genutzt die Museen im Grünen Hof zu besuchen.

Bei herrlichem Frühsommerwetter luden im Jauch-Garten kleine Sitzgruppen die Besucher ein, den harmonisch, sanft klingenden Tönen von Hildegard Halfmann an der ukrainischen Mandoline und Dieter Krug an der Akustikgitarre zu lauschen. Eine kleine Outdoor-Verkaufsausstellung mit Jauch-Drucken und Postkarten der Eninger Kunstwege rundete die Sache ab. Viele blieben bei dieser entspannten Atmosphäre und der netten Bewirtung durch den Freundeskreis auch mal länger sitzen und schlossen den Museumstag mit einem Besuch in der Sonderausstellung "Zuhause im Grünen Hof" ab.

 

der neue/alte Vorstand: Margrit Kuhn, Roger Mua, Marga Benzing, Harald Fügen, Wolf-Dieter Baumann und Helga Walz (es fehlt: Irmgard Stoll)

Mitgliederversammlung 2022 des Paul-Jauch-Freundeskreises

Alte und neue Kulturvorhaben für den Grünen Hof

Am Dienstag, den 24. Mai fand in der Gaststätte Eninger Hof nach zweijähriger Pause die Mitgliederversammlung des Paul-Jauch-Freundeskreises statt. Nachdem die Versammlung vom Vorsitzenden Wolf-Dieter Baumann eröffnet wurde, berichtete dieser von den ausgefallenen und stattgefundenen Aktionen zwischen 2020 und heute....

Kurz vor Ausbruch der Pandemie, im März 2020, fand die letzte Mitgliederversammlung statt. Während das Jauch-Haus das gesamte Jahr über geschlossen blieb, wurde mit der Reihe "Auf den Spuren Paul Jauchs" regelmäßig Öffentlichkeitsarbeit betrieben. Kunst- und Wanderbegeisterte wurden ermutigt, sich zu Orten aufzumachen, die Jauch gezeichnet hatte und selbst Schnappschüsse von dort einzusenden.

Für 2021 wurde von langer Hand die Ausstellung "Biberfraßgelände" des Tübinger Künstlers Jürgen Klugmann geplant. Zu Beginn der Museumssaison wurde die Ausstellung "coronabedingt" zunächst digital präsentiert und im Juni unter strengen Bedingungen dann endlich auch für das Publikum geöffnet. Im Juli wurde dann die Vernissage bei herrlichem Sonnenschein nachgeholt: Ein schönes Kulturprogramm mit Prosa und Gedichten sowie einem grandiosen Friedemann Dähn am E-Cello unterhielten das Publikum. Auf Grund der verkürzten Museumssaison wurde in 2021 nur die eine Ausstellung von Jürgen Klugmann gezeigt. Ein weiteres Highlight gab es dafür Anfang September mit der Veranstaltung „Kultur im Grünen“. Die beliebte Andrea Bachmann brachte dem Publikum mit „kunsthistorischen Happen“ die Arbeiten von Jürgen Klugmann näher und Anna Ohlmann und Patrik Böhringen brachten musikalische Impressionen in den Garten.

Nach einer normalen Winterpause von Oktober-April öffnete das Museum in diesem Jahr, 2022, wieder wie gewohnt. So wird derzeit mit der Ausstellung „Zuhause im Grünen Hof“ erstmalig eine Ausstellung zur Familie von Paul Jauch und dem Leben in der Eitlinger Straße 5 gezeigt. Zeichnungen der Familie werden ergänzt von Fotos, Texten und einer digitalen Präsentation.

Vor anderthalb Wochen, am 15. Mai, fand dann die erste Sonderveranstaltung im Garten statt. Im Rahmen des Internationalen Museumstages wurde im idyllischen Garten bewirtet. Kleine Sitzgruppen luden ein, um den harmonischen Klängen von der Mandoline (Hildegard Halfmann) und Akustikgitarre (Dieter Krug) zu lauschen.

Auch einen Ausblick auf geplante Ausstellung gab Baumann den Mitgliedern bekannt. So wird ab September Friedrich Palmer Werke aus dem Bereich Monotypie und "Elektromono" ausstellen, wo Drucke digital von ihm weiterverarbeitet werden. Die Vorbereitungen laufen bereits und wir freuen uns auf das "Heimspiel" des Eninger Künstlers. Vorgemerkt werden kann schon einmal der Termin für die Vernissage am Freitag, den 2. September 2022 um 19 Uhr.

Für 2023 fanden bereits Vorabsprachen mit der Reutlinger Künstlerin Susanne Immer statt, die gerne Druckgrafiken im Jauch-Haus zeigen möchte.

Nachdem der Kassenbericht durch die Kassiererin Helga Walz erfolgte und der Kassenprüfer Gerd Fetzer ihr eine einwandfreie Kassenführung bescheinigte, wurde der bisherige Vorstand einstimmig entlastet. 

Im Anschluss fanden Neuwahlen statt. Als erster Vorsitzender wurde Wolf-Dieter Baumann im Amt bestätigt, ebenso wie seine Stellvertreterin Marga Benzing. Helga Walz stellte sich als Kassiererin und Harald Fügen als Schriftführer erneut zur Wahl. Für den erweitereten Vorstand wurden Roger Mau, Irmgard Stoll und neu Margrit Kuhn als Beisitzer/in gewählt. Wiedergewählt als Kassenprüfer wurde Gerd Fetzer, neuer zusätzlicher Kassenprüfer ist Winfried Baumann. Alle Vorstandmitglieder erhielten die einstimmige Bestätigung durch die anwesenden Mitglieder. Aus dem Vorstand wurden Annemarie Winter und Helga Emmert verabschiedet.

Am Ende der Sitzung wurde dem Eninger Künstler und Zeichner Erich Laun gedacht. Am Tag der Mitgliederversammlung wurde bereits der 5. Todestag begangen. Die Witwe, Hildegard Kübler-Laun, hatte alte Zeitungsberichte und Unterlagen der vergangenen Ausstellungen mitgebracht und so entstand ein netter Austausch und ein gemeinsames Erinnern. Der Vorsitzende Wolf-Dieter Baumann bedankte sich bei Frau Kübler-Laun und betonte, dass man das Andenken an Erich Laun als Künstler und als Mensch in Ehren halten werde.

 

 

Friedrich Palmer zeigte Graphik und Zeichnung

„Realitätsverlust“ im Eninger Paul-Jauch-Haus

Von September bis Oktober 2022 hieß es im Eninger Paul-Jauch-Haus „Heimspiel“ für Friedrich Palmer. Der Eninger Künstler zeigte in seiner Einzelausstellung „Realitätsverlust“ neue, detailverliebtn und skurrile Tuschezeichnungen, die seit Jahren sein Markenzeichen sind.

Ebenso waren handgezeichnete Monotypien zu sehen, welche Palmer digital überarbeitet, koloriert und in einer kleinen, exklusiven Auflage von jeweils 3 Exemplaren anbot.

Mit einer gut besuchten Vernissage, mit Einführung von der Kunsthistorikerin Jutta Fischer und einer Monotypie-Druckvorführung Mitte September konnten nicht nur gute Besucherzahlen erreicht werden, sondern auch viele Kunstinteressierte begeistert werden.

 

"Diese Bilder möchten gelesen werden"

Vernissage Friedrich Palmer

Am 2. September 2022 wurde die Einzelausstellung "Realitätsverlust" des Eninger Künstlers Friedrich Palmer im Paul-Jauch-Haus eröffnet. Knapp einhundert Kunstinteressierte - direkt aus Eningen oder der ganzen Region, aus dem persönlichen Umfeld des Künstlers oder interessierte "Neulinge" - waren gekommen. Doch alle Anwesenden verband an diesem herrlichen Spätsommerabend eines: Die Faszination für die skurilen bis ironischen Grafiken in den unterschiedlichsten Techniken. So zeigte Palmer in dieser Ausstellungen nicht nur seine verschieden großen Tuschezeichnungen - teils dezent koloriert, teils ganz farblos. Sondern auch mittelgroße, farbige Monotypie-Drucke, die von ihm digital überarbeitet wurden und in dreifacher Auflage erscheinen.  

Jutta Fischer, die Friedrich Palmers Arbeiten bereits von anderen Ausstellungen und Aktionen kennt, brachte die vermeintlichen Wirren in ihrer Einführung auf den Punkt: "Aber ganz gleich ob bildschirmgroß oder im Postkartenformat: Diese Bilder möchten gelesen werden. Vielleicht sollten wir sie lesen wie ein Bilderbuch, Blatt für Blatt studierend, immer neue Entdeckungen machend. Denn auf diesen Blättern zeigt sich eine Motivfülle, die unterschiedlichste Geschichten heraufbeschwört. Es kann um Einsamkeit, Zerfall, Angst, Fremdsein oder Apokalypse gehen.[...] Virulente Themen unserer Zeit, sind hier künstlerisch transformiert. Und das - deutlich wahrnehmbar: vielfach mit einem humorvoll-ironischen Blick auf die Welt."

 

Jahresrückblick 2021

 

"Kultur im Grünen" - und bei Sonnenschein

Mit herrlichem Spätsommer-Wetter wurde unser Freundeskreis am Sonntag, den 12. September 2021 nochmals für verschobene und ausgefallene Veranstaltungen und Ausstellungen der letzten anderthalb Jahre entschädigt. Bei entspannter Atmosphäre wurde im idyllischen Jauch-Garten mit "Kultur im Grünen" das Ende der Laufzeit von Jürgen Klugmanns Ausstellung „Biberfraßgelände“ eingeläutet.

Die in Eningen bereits gut bekannte und beliebte Andrea Bachmann (M.A.) trug mit kurzweiligen „kunsthistorische Happen“ zur Unterhaltung bei. Sowohl nette Anekdoten zu den Biebern, als auch Wissenwertes über Klugmanns künstlerische Arbeiten am und mit dem Bieberfraß, sorgten für das ein oder andere Schmunzeln. Dazwischen sorgte das Duo Anna Ohlmann und Patrick Böhringer mit Saxophon und Klarinette für leichte musikalische Unterhaltung, die sich perfekt in das Ambiente einbettete.

 

Feierliche Begrüßung der Biber

Nachdem unter strengeren Pandemie-Bedingungen die Ausstellung von Jürgen Klugmann bereits ein paar Mal für wenige Besucher öffnen durfte, konnte Anfang Juli 2021 nun endlich die Ausstellung feierlich eröffnet werden.

Der Wettergott war gnädig, so dass die Besucher im idyllischen Jauch-Garten das kulturelle Programm genießen konnten. Klugmann selbst sagte ein paar Worte zu seinen Werken, die von den Fraßspuren der Biber inspiriert sind und gleichzeit als Vorlage dienten. Die Naturverbundenheit des Künstlers sowie die zeichnerische Anmutung seiner Werke stehen für die Auseinandersetzung mit dem Ausstellungsort: So hat sich Jürgen Klugmann mit Paul Jauch intensiv auseinandergesetzt und dies in seine Arbeit einfließen lassen.

Gute Freunde Klugmanns sorgten für gehobenes Rahmenprogramm. So begeisterte Fried Dähn, Solocellist der Würtembergischen Philharmonie, mit elektrischen Klägen auf seinem E-Cello. Jörg Hirsch las 7 eigene Gedichte, inspiriert unter anderem von Walther von der Vogelweide. Michael Kapellen unterhielt mit Prosa rund um die Biber.

 

 

Kleine Aufmunterung für "ausstellungshungrige" Kunstfreunde während des Lockdowns im Frühjahr 2021

Jürgen Klugmann ONLINE

Ein Klick auf das Bild und los geht der Ausstellungsbesuch im Jauch-Haus online

 

Eninger Nachrichten vom 09.04.2021

Ausstellung vorbereitet: Jürgen Klugmann im Paul-Jauch-Haus

Die Biber ziehen ein…

 

Liebe Paul-Jauch-Freunde, liebe Kunstinteressierte,

mit der Präsentation der Ausstellung des Tübinger Künstlers Jürgen Klugmann möchten wir die Pandemie-Wandertipp-Reihe beenden und die Wiedereröffnung der Ausstellungsräume nach einem Jahr Schließung vorbereiten. Wir hoffen sehr, dass Präsenzveranstaltungen im späten Frühjahr möglich sind und wir Sie im Paul-Jauch-Haus begrüßen dürfen.

Bis dahin möchten wir Sie über die Medien weiterhin auf dem Laufenden halten und Ihnen die Ausstellung ein wenig schmackhaft machen.

Jürgen Klugmann, der Tübinger Künstler, arbeitet sehr naturverbunden und übersetzt seine Fundstücke aus der Natur in eigene Landschaftsmotivik. Sein Werk passt daher inhaltlich zu Paul Jauch, der die Motivik seiner Zeichnungen ebenfalls aus der Natur schöpfte. Suchte Paul Jauch allerdings nach realistischer Darstellung und gilt daher sein Werk als Zeit-Zeugnis des neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhunderts, so fokussiert sich Klugmanns Auge auf Details aus der Natur, die er benutzt, um daraus frei erfundene, abstrakte Landschafts-Kompositionen zu erschaffen. Bereits in seinen frühen Werken, hautsächlich während seines Rom-Aufenthaltes, versuchte er Architekturzeichnungen aufzubrechen und sie in zeichnerischen Wirrungen verschwimmen zu lassen.

Die Biberfraßgelände bezeugen diese Arbeitsweise und stehen zudem Pate für Klugmanns Bezug auf gesellschaftliche Themen. Immer wieder stellt uns der Schutz und der Erhalt der Biber vor große Aufgaben, da die „Fraßspuren“ der lustigen Gesellen, wie sie Klugmann in Frottagen festhält, oft Bauwerke hinterlassen, die Äcker und Wiesen überfluten oder gar Löcher auf Straßen hinterlassen, die Unfälle herbeiführen. Die Phantasie der Naturschützer ist daher gefragt, um die tierischen Architekten mit den menschlichen Bedürfnissen in Einklang zu bringen.

Es sind die Fraßspuren der Biber, die Klugmann auf vielen Spaziergängen entdeckte und die ihn bei der Arbeit für diesen Zyklus faszinierten. Landete eine Frottage einer Biss-Spur in seinem Atelier, so wurde diese mit Hilfe von Bienenwachsstreichbalsam, Grafit und Buntstift in eine Landschaft verwandelt. Scheint der Betrachter hier und da eine Berglandschaft oder ein Gebüsch zu entdecken, bemerkt er bei näherem Hinsehen, dass es sich um die Zusammenführung von Einzelelementen handelt, die so harmonisch ineinanderfließen, dass das Auge des Betrachters Motivik wahrnimmt. Ein virtuoser „Kunsttrick“ eines zeitgenössischen Künstlers, der seine Umgebung im Detail fokussiert und in zwei- gar dreidimensionale Wahrnehmung übersetzt.

1963 in Spaichingen geboren, studierte Jürgen Klugmann, nach einer Lehre zum Buchhändler, in Tübingen unter Professor Martin Schmid und Dieter Löchle Malerei.

Als Gewinner mehrerer Stipendien und Mitbegründer von zeitgenössischen Künstlergruppierungen arbeitet Klugmann heute als freier Künstler in seinem Atelier in Tübingen und als Kunstpädagoge. Seine neuesten Arbeiten beschäftigen sich mit der Pandemie. Er fokussiert hierbei inhaltlich die Thematik des Abstandhaltens und überträgt dieses auf die Arbeit des Künstlers selbst. Die Maschine arbeitet für den Künstler und die Ergebnisse fasst Klugmann in einen Handwerker-Zyklus zusammen.

Ein Blick auf die Homepage von Jürgen Klugmann (www.klugmann-kunst.com) verrät die Vielschichtigkeit seines Arbeitens in der Motivik als auch in der Verwendung des Materials und wir freuen uns mit dem Biberfraßgelände eine Variante dieses Schaffens präsentieren zu dürfen.

Ihr Paul-Jauch-Freundeskreis

 

 

 

 

Eninger Nachrichten 17.03.2021

Auf den Spuren Paul Jauchs Teil XVIII

Wer baut den schönsten Nistkasten für Eningen?...

 

 mit dieser Frage startete der Freundeskreis Paul Jauch vor ein paar Wochen seine Nistkastenaktion im Rahmen der Paul Jauch Wandertipp-Reihe. Und tatsächlich gab es ein paar fleißige „Häusle-Bauer“, die für die Vögel hier in Eningen ein zu Hause schafften. „Häusle-Bauer jeden Alters waren dabei und berichteten allesamt freudig von ihrem Projekt.

Unter den kleinsten Einsendern waren Chiara Lannghut, Linus Kley und Emil Müllerschön, die eifrig mit den Eltern Holz besorgten, bevor es mit Sägen, Hämmern und Bemalen weiterging. Ganz genau habe der kleine Emil gewusst, wie er das Haus haben möchte, berichtet der Vater des kleinen, gerade mal vierjährigen Kinderpreisgewinners.

Bei Linus wurde gleich aus eigenem Fichteholz für mehrere Vogelfamilien ein Reihenhaus gebaut und die kleine Chiara holte sich Rat und Material bei Herrn Baumann vom Freundeskreis, um dann ganz genau nach einer eigenen Zeichnung loszubauen.

Kunstvoll und kreativ, ja fast zu schade um ins Freie zu hängen überzeugte Karl-Heinz Fritzen mit seinen beiden Nistkästen die Jury für den Erwachsenenpreis. Bereits etliche Nistkästen hat er für die Familie gebaut und dies mit viel Fingerspitzengefühl. Der Enkel, der den Preis für den Großvater entgegennahm, berichtete stolz vom eigenen Häuschen im Garten.

Noch erwähnenswert ist eine weit gereiste Einsendung aus Cottbus. Vom Schwager aus der Ferne gebaut und in Eningen platziert erfreut sich Wolfgang Schleife nun an dem Häuschen aus der Heimat.

Am vergangenen Dienstag erhielten somit Emil Müllerschön und Karl-Heinz Fritzen ihre Preise von Herrn Baumann, Vorstand vom Freundeskreis Paul Jauch, der sehr erfreut über die Resonanz ist. Viele Anrufe gehen seit dem Aufruf bei ihm ein und er weiß, dass es noch viele weitere Häusle-Bauer in Eningen gibt, die sich um die heimischen Vögel sorgen und kümmern.

Wir bedanken uns bei allen Helfern und gratulieren den beiden Gewinnern!

Ihr Freundeskreis Paul Jauch und die Gemeinde Eningen

 

 

 

 

Eninger Nachrichten vom 12.02.2021

Auf den Spuren Paul Jauchs Teil XVI

Fels-Hopping auf der schwäbischen Alb

 

Liebe Paul Jauch Freunde,

nach unserer Nistkastensuche in und um Eningen geht es weiter auf den Spuren Paul Jauchs. Diesmal von unseren Talidyllen hoch auf die Alb zu sämtlichen Felsvorsprüngen mit herrlichem Blick auf das idyllische Schloss Lichtenstein. Und wer weiß, vielleicht ist gerade so die Arbeit Paul Jauchs spürbarer, als sie im Museum je sein könnte. Denn, wie bereits öfter innerhalb dieser Reihe erwähnt, wäre es ohne Jauchs Liebe zur Naturlandschaft, wohl nicht zu diesen einzigartig malerischen Zeichnungen gekommen. Jauch wollte den Moment für die Ewigkeit festhalten und genau das können wir nachfühlen, wenn wir ihm zu seinen Zeichenplätzen folgen. Man kann dort angekommen selbst nicht an sich halten das Handy zum Fotografieren zu zücken, um den herrlichen Anblick festzuhalten, zu Hause nachzufühlen oder mit Freunden auf Instagram zu teilen.

 

Betrachter von Jauch sein heißt auch Betrachter der Natur, aber auch Betrachter unserer Zeitgeschichte zu werden. Das fürs Wochenende versprochene Frühlingswetter scheint uns hierbei zu Hilfe zu kommen und es wieder möglich zu machen auch auf etwas unwegsameren Wegen über die Alb zu gehen. Wie wäre es mit einem Ausflug auf die Traifelbergfelsen? Entweder im Kampf gegen die Höhenmeter zu Fuß vom Tal aus oder einfach nach der Autofahrt zum Traifelberg-Parkplatz auf dem Wanderweg HW1 entlang von Felsvorsprung zu Felsvorsprung. Man wird nicht müde immer wieder diesen einzigartigen Blick auf das Gegenüber zu erhaschen und seitlich in die Weite des Tals zu blicken.

Das Schloss selbst befindet sich momentan noch im Winterschlaf aber es lohnt sich den Blick auch von dieser Seite aus ab März nachzuholen und das romantische Schlösschen, wenn es wieder möglich ist, von innen zu erkunden. Vom Traifelberg aus sind es nur noch rund 2,5km bis Sie das romantische Märchenschloss erreichen.

Wir freuen uns auf tolle Fotos, Zeichnungen und Berichte von Ihrer ganz persönlichen Künstler-Reise mit Paul Jauch zu den Felsvorsprüngen des Traifelbergs.

Ihr Freundeskreis Paul Jauch

 

 

Eninger Nachrichten 05.02.2021

Auf den Spuren Paul Jauchs Teil XV

Wer baut den schönsten Nistkasten für Eningen?

 

Liebe Paul Jauch Freunde, liebe Kunstfreunde, liebe Eltern und Kinder,

in dieser Ausgabe steht eine Zeichnung Jauchs im Fokus, welche das Motiv des Nistkastens aufgreift. Eine Zeichnung, die die Vorfreude auf den Frühling weckt und den Neubeginn nach der Pandemie herbeisehnen lässt.

Doch nicht nur dies. Wie fast alle von Jauchs Zeichnungen fokussiert auch dieses Bildmotiv den Wandel der Natur und ist Beweis seiner Naturliebe. Jauch lädt uns ein, den Blick auf die Natur zu wenden und mit ihm die Ruhe und Schönheit dieser zu genießen. Dabei ist der ästhetische und beschauliche Blick auf die Natur alles andere als Schönmalerei. Vielmehr führt uns Jauch bis heute, durch die Vehemenz seiner Motivik, gedanklich dazu, bewusst oder unbewusst, über das früher und heute, über die Landschaft, die uns umgibt, nachzudenken. Dies ist auch ein Grund dafür, weshalb der dreijährig ausgeschriebene Paul Jauch Preis nicht nur an Künstler, sondern explizit auch an Naturschutzprojekte geht, die sich um den Erhalt unserer umgebenden Naturlandschaft verdient machen.

Naturliebe und den Einsatz seines Könnens am Bleistift im Auftrag dieser, das ist es auch was Wolf-Dieter Baumann, Vorstand vom Freundeskreis Paul Jauch, begeistert und ihn zum Bewunderer Jauchs macht. Freudig berichtet Baumann von seinen Spaziergängen, seinen Bienen und seiner Herzensangelegenheit seit vielen Jahren Nistkästen zu bauen, anzubringen und dabei immer wieder auf „Jauchblicke“ zu stoßen. Ein Blick, wie unten auf dem Foto, in Baumanns Garage, lassen sämtliche Zweifel an Baumanns Tatendrang dahingehend verschwinden. Mehrere Hundert Kästen verbaut Wolf-Dieter Baumann innerhalb eines Jahres und dies seit vielen Jahrzehnten, nicht nur für Vögel, sondern auch für Fledermäuse, Hornissen und Haselmäuse. Dabei animierte er bereits als junger Lehrer auch seine Schüler mitzubauen und Expeditionen in die Natur zu unternehmen. Schullandheime waren für den pensionierten Pädagogen statt Stress und Verantwortung, Spaß und pädagogischer Auftrag und er verstand es die Kinder für die Natur zu begeistern.

Hält Baumann eine Zeichnung Jauchs in den Händen begeistert er sich gleichermaßen für das Motiv, die Dorfgeschichte und die Natur in und um Eningen und es bereitet ihm Freude Teil des Jauch Freundeskreises zu sein.

Gesucht: Der schönste Nistkasten Eningens!

Falls ein kleiner Funke auf sie übergesprungen ist und sie dem momentan tristen Alltag zu Hause ein wenig Leben einhauchen möchten, dann lassen Sie sich durch die vielen Bauanleitungen im Netz inspirieren und kramen Sie in Ihrem Bestand nach Materialien, die man eventuell verbauen könnte. Eventuell entsteht ihr persönliches Upcycling-Projekt daraus? Der Phantasie und Kreativität sind keine Grenzen gesetzt, denn gesucht ist der schönste Nistkasten Eningens. Nach Einsendung eines Fotos von Ihrem Nistkasten an ramona.mathes@eningen,de wird der schönste Nistkasten prämiert und der Erbauer erhält eine kleine, feine und typisch Jauchsche Belohnung. Einsendeschluss ist der 8. März 2021

Wir freuen uns auf viele Fotos von eifrigen „Häuslebauern“!

Ihr Freundeskreis Paul Jauch

 

 

Eninger Nachrichten 22.01.2021

Auf den Spuren Paul Jauchs Teil XIV

Erste Früchte der Natur...

Liebe Paul Jauch Freunde,

es soll etwas wärmer werden und wer weiß vielleicht erfreuen uns demnächst ein paar erste Knospen und Triebe, die auf das nahende Frühlingserwachen hinweisen. Frühling bedeutet Neuanfang und Hoffnung. Die Natur erholt sich vom Winterschlaf und beginnt sich neu zu entfalten.

Als kleine Vorfreude neben den noch schneebedeckten Häuserdächer und Wiesen, möchten wir sie heute mit Paul Jauchs Schneeglöckchen- bzw. Märzenbechergruß erfreuen. Klein und zart aber doch stark genug, trotzen die weißen Blüten der noch anhaltenden Kälte des Winters, kämpfen sich ans Licht und kündigen den Start ins neue Jahr an. Sie sind die ersten Früchte der Natur und viele werden folgen.

Immer wieder wendet Jauch den Blick auf die Jahreszeiten und verbildlicht diese in Form von Blumenstilleben. So gibt es die Rosen im Sommer, Schlehen für den Herbst, Christrosen für den Winter, Weidekätzchen für den Frühling. Er zeigt sie nicht in der Natur, sondern präsentiert sie als Stillleben in eine Vase drapiert. Allerdings handelt es sich dabei nicht um gebundene Sträuße oder gar einen Blütenmix. Jauch konzentriert sich auf ein paar Zweige oder Blumen der gleichen Sorte ganz simpel und schlicht angeordnet, wodurch die Symbolik für die Jahreszeiten und der Hinweis auf den Lauf der Natur verstärkt wird. Anders als bei den meisten anderen Arbeiten, zeichnet er hier nicht im Freien, sondern holt sich die Natur ins Haus. Eventuell waren es die Mitbringsel seiner Spaziergänge, die er sich nach Ankunft zur Studie vornahm.

Es gibt nicht viel Überliefertes zu den Blumenstillleben aber sicherlich sind sie ein weiteres Zeugnis für Jauchs Naturverbundenheit und Beobachtungsgabe dahingehend.

Wir möchten Sie heute schon losschicken und warten gespannt auf Ihre Fotos von ersten Frühlingsboten im oder nach dem Schnee. Vielleicht entdecken Sie beim Spaziergang in den nächsten Wochen bereits welche oder Sie haben im 

Ihr Freundeskreis Paul Jauch

 

 

Eninger Nachrichten 08.01.2021

 

Jahresrückblick 2020

 

 

Eninger Nachrichten 18. Dezember 2020

Liebe Paul-Jauch-Freunde,

nur noch wenige Tage trennen uns vom Weihnachtsfest und dem Jahreswechsel. Weihnachten hatte auch für Paul Jauch eine ganz besondere Bedeutung, zeugen doch viele Zeichnungen vom Weihnachtsgeschehen und insbesondere auch von der Heiligen Familie. Ein einmaliges Werk ist die Jauch‘sche Krippe in der Andreaskirche in Eningen, die von Paul Jauch und seiner späteren Ehefrau Emilie in den Jahren 1935 bis 1959 geschaffen wurde und mit der der Künstler die Geburt Christi unter die Achalm brachte. Er entwarf die Figuren, sie bediente sich der Laubsäge und er bemalte schließlich die zur Krippe eilenden Personen und Tiere sowie den Stall mit Maria, Josef und dem Christuskind mit der verschneiten Achalm im Hintergrund. Jedes Jahr zur Vorweihnachtszeit wurde die Krippe im Jauch‘schen Wohnzimmer im 1. Stock des heutigen Pauls-Jauch-Museums mit Hilfe von Schreinermeister Hess, der den Unterbau gefertigt hatte, aufgestellt. Jauchs öffneten Besuchern gerne ihr Wohnzimmer. Frau Jauch bot dann neben Getränken selbstgebackene Plätzchen an. Nach dem Tod von Paul Jauch vermachte Emilie Jauch die Krippe noch zu Lebzeiten der evangelischen Kirchengemeinde.

In diesem Jahr ist alles anders – nein - die frohe Botschaft des Weihnachtsgeschehens ist und bleibt unverändert, wir alle dürfen uns darüber freuen und froh und dankbar sein, und uns das Weihnachtswunder, vielleicht auch oder gerade beim Betrachten der Jauch‘schen Krippe verinnerlichen. Was für ein verheißungsvoller Glanz stahlt vom Jesuskind in der Krippe im Stall unter dem Sternenhimmel.

Wir wollen mit Mut und Zuversicht in die Zukunft blicken. Möge uns das bekannte Bonhoeffer-Lied begleiten hinein in ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes Jahr 2021.

 

Von guten Mächten wunderbar geborgen,

erwarten wir getrost, was kommen mag,

Gott ist mit uns am Abend und am Morgen

Und ganz gewiss an jedem neuen Tag.

 

Mit herzlichen Weihnachtsgrüßen

 

Ihr Freundeskreis Paul Jauch

 

Kleiner Ausblick:

Mit diesem schönen Beitrag von Harald Fügen endet unsere Paul Jauch Wandertipp- Reihe für dieses Jahr aber sie wird im neuen Jahr fortgeführt bis das Museum hoffentlich im Frühling seine Pforten wieder öffnen kann. Wir bleiben zuversichtlich und positiv und freuen uns Sie im April im Jauch Haus begrüßen zu dürfen. Geplant ist Ihnen, die durch die Pandemie, vorenthaltene Ausstellung von Jürgen Klugmann, dem Tübinger Künstler, nun endlich präsentieren zu können und auch die Geburtstagsfeier für Paul Jauch zum 150ten nachzuholen. Zudem möchten wir Sie mit kleinen Besonderheiten überraschen, um nach dem Schließungsjahr die Kunst wiederzubeleben. Alles bleibt offen und natürlich ist weiterhin die Gesundheit der Mitglieder und Besucher das Wichtigste und Grundlage unserer Entscheidungen. Harren wir weiterhin der Dinge und versuchen dennoch in Vorfreude zu verweilen.

 

Maria und Josef sind bald angekommen. Geplagt von ihrer schweren Reise stoßen die beiden auf einen Menschen, der sich solidarisch zeigt, sie aufnimmt und ihnen Unterschlupf gewährt. Gehen wir gemeinsam den Weg durch die Pandemie, um am Ende solidarisch und freudig in die Zukunt zu blicken.

 

Bleiben Sie gesund.

 

 

Eninger Nachrichten vom 04. Dezember 2020

Auf den Spuren Paul Jauchs Teil XI

 

Liebe Paul Jauch Freunde,

manchmal schickt einen das Leben und die Umstände auf eine ungewisse Reise über Hindernisse, zu ungewollten Abzweigungen, die zu Umwegen führen und scheinbar kein Ankommen ermöglichen. Beinahe sinnbildlich beschäftigt sich Jauch immer wieder mit der Reise Maria und Josefs und verbildlicht die Last des Weges durch die Darstellung der Einsamkeit des Paares in eisiger Natur. Maria blickt zurück in die Heimat und kann den Aufbruch ins Ungewisse ohne Hab und Gut nicht verhindern.

Augenblicklich bekommt der Betrachter Mitleid mit den Vertriebenen, taucht in die Gefühlswelt der beiden Akteure und findet sich gar im eigenen Erlebten wieder. Vertrieben vielleicht aus der Familie, ohne Boden unter den Füßen durch den Verlust eines lieben Menschen oder durch die Einsamkeit, die viele von uns in dieser Zeit erleben.

Die vergangenen Jahre vor allem aber das Jahr 2020 hat uns durch die Pandemie alle auf einen schweren Weg geschickt, der viel Durchhaltevermögen, Verständnis, Mitgefühl und Menschlichkeit erfordert und sicher wird uns der Weg raus aus der Pandemie noch einige Umwege bescheren. Dennoch bleiben kleine Hoffnungsschimmer, bleibt der Wille alle Kraft einzusetzen, um das „Kind im Arm“, um das Leben zu erhalten und Anzukommen in einer besseren Zeit, mit weniger Last und Schmerz. Paul Jauch symbolisiert die Hoffnung durch den Lichtstrahl, den das fliehende Paar umgibt und den Betrachter an das gute Ende an Weihnachten erinnert.  Er nimmt uns durch seine Darstellungen der Flucht mit auf den Weg. Wir sind gespannt…

Ein kleiner Hinweis: In der Andreaskirche ist wie jedes Jahr die Krippe vom Ehepaar Jauch ausgestellt. Sicherlich ein lohnenswerter Gang. Ein Artikel von Harald Fügen aus dem Gemeindebrief der evangelischen Kirche hierzu finden Sie auf unserer Homepage. www.paul-jauch-haus.de

Wir würden uns freuen von Ihren Wegen zu erfahren und Ihre Geschichten zu hören. Gerne dürfen Sie uns Texte und Bilder einsenden.

Bitte nicht vergessen zusammen mit Ihren Unterlagen das Datenschutzformular auf unserer Homepage unter der Rubrik „Museen/Paul Jauch Museum“ unterschrieben mit einzusenden an: ramona.mathes@eningen.de.

Ihr Freundeskreis Paul Jauch

 

 

 

Eninger Nachrichten vom 20. November 2020

Titelseite

 

 

Eninger Nachrichten vom 20. November 2020

Auf den Spuren Paul Jauchs Teil X

 

Liebe Paul Jauch Freunde,

auch letzte Woche haben uns JauchBlicke von Jauch Wanderern erreicht, die uns zeigen, welch herrliche Landschaftsausblicke sich dem Auge öffnen, macht man sich nur ein Stück auf den Weg aus Eningen raus. Keine halbe Stunde Fußmarsch und das herrliche Panorama der Hügellandschaft zeigt sich von allen Seiten. Gestartet werden kann in jegliche Richtung, da Eningen eingebettet inmitten der Hügel überall den Weitblick behält, traut man sich nur ein wenig hinauf in die Höh.

Vielen Dank an Hermann Walz und Doris Bender für die tollen Blickfänge. Statt den Bleistift nehmen wir heute meist das Handy aber die tollen Landschaftsmotive sind dieselben, wie einst bei Jauch und laden uns auf Entdeckungstour ein. Neben den Blicken in die Ferne hat die Natur auch direkt am Ort des Geschehens einiges zu bieten. Pilze, Eicheln und vieles mehr laden zum Sammeln ein und wer erinnert sich nicht ans Stöcke sammeln, das rascheln der Blätter und die Lebenskraft der Disteln.

Diese Woche finden Sie Winterlandschaften und eine Zeichnung zum Plätzchen backen auf unserer Titelseite und wer weiß vielleicht beschert uns das Wetter passend zum Advent ein paar weiße Landschaftsmotive, die gepaart mit Adventsaktionen im zu Hause die Einschränkungen ein wenig verschönern. Wir freuen uns auf weitere Einsendungen!

Bitte nicht vergessen zusammen mit Ihren Unterlagen das Datenschutzformular auf unserer Homepage unter der Rubrik „Museen/Paul Jauch Museum“ unterschrieben mit einzusenden an: ramona.mathes@eningen.de.

 

Ihr Freundeskreis Paul Jauch

 

 

 

 

 

Eninger Nachrichten vom 06. November 2020

Auf den Spuren Paul Jauchs Teil IX

Liebe Paul Jauch Freunde,

glücklicherweise hat das Wetter an den letzten Wochenenden geradezu ins Freie gelockt und es möglich gemacht dem Alltag ein wenig zu entfliehen. Die Wanderparkplätze auf der Alb und im Tal waren voll und es gab darunter auch ein paar Paul Jauch Wanderer, die uns Fotos Ihrer Herbstwanderung eingesandt haben. Vielen Dank an dieser Stelle an Herrn Christoph Geiger und Herrn Hermann Walz.

Seit dieser Woche sind die Beschränkungen der Pandemie noch stärker und es ist nun nicht mehr möglich einzukehren und sich bei schlechtem Wetter kurz bei einer Rast im Gasthof aufzuwärmen. Da heißt es Rucksack packen oder die Wanderung je nach Lust und Laune auf einen Spaziergang zu beschränken.

Packen Sie gemeinsam mit Paul Jauch den Rucksack und genießen Sie die Einkehr des Herbstes. Entfliehen Sie der stressigen und schweren Zeit für ein paar Augenblicke.

Wir freuen uns auf Fotos, Zeichnungen und Berichte von Ihrem Herbstspaziergang mit Paul Jauch.

Bitte nicht vergessen zusammen mit Ihren Unterlagen das Datenschutzformular auf unserer Homepage unter der Rubrik „Museen/Paul Jauch Museum“ unterschrieben mit einzusenden an: ramona.mathes@eningen.de.

Ihr Freundeskreis Paul Jauch

 

Fotomaterial Bestand Paul Jauch Haus; Christoph Geiger und Hermann Walz

 

 

Eninger Nachrichten, 23.10.2020

Auf den Spuren Paul Jauchs Teil VIII

Liebe Paul Jauch Freunde,

Der Herbst führt uns in den vergangenen Tagen erneut vor Augen, wie hilflos wir der Pandemie entgegenstehen. Es bleibt scheinbar nur das Warten auf einen Impfstoff und ein Harren auf Besserung. Immer mehr Einschränkungen machen uns die Gestaltung des Alltags schwerer und manchmal erscheint es vielleicht bereits als Zwang den Sonntag in der Natur zu verbringen. Manche sind einsam, manche genießen die Ruhe und wieder andere rebellieren. Jeder reagiert auf die Situation anders, doch sollten wir alle solidarisch mit denen bleiben, die durch die Krankheit am meisten gefährdet sind.

Paul Jauch fand seinen Ausgleich, Ruhe und Geborgenheit in der Natur. Hier konnte er sein und sich ganz seiner Leidenschaft, dem Zeichnen, hingeben. Die vergangenen Monate haben uns immer wieder gezeigt, wie bedeutsam es sein kann in die Natur zu gehen und die Umgebung zu erkunden, den Blick dafür zu öffnen, was uns umgibt. Es hilft uns durch diese Zeit und wir sollten diese Gelegenheit weiter nutzen. Wir laden Sie ein, mit Paul Jauch raus zu gehen, die Farbenpracht des Herbstes zu erkunden und wenn Sie Lust haben ein paar Fotos eizusenden.

Die heutigen Zeichnungen laden ein in der Natur zu verweilen, auf einer Bank sitzend den Blick in die Ferne zu richten. Entfliehen Sie der stressigen und schweren Zeit für ein paar Augenblicke.

Wir freuen uns auf Fotos, Zeichnungen und Berichte von Ihrem Herbstspaziergang mit Paul Jauch.

Bitte nicht vergessen zusammen mit Ihren Unterlagen das Datenschutzformular auf der Eninger Homepage unter der Rubrik „Museen/Paul Jauch Museum“ unterschrieben mit einzusenden an: ramona.mathes@eningen.de.

 

Ihr Freundeskreis Paul Jauch

 

 

Paul Jauch: Kartoffelfeuer mit Blick zum Schönberg

Eninger Nachrichten 25. September 2020

Auf den Spuren Paul Jauchs Teil VI

Kartoffeln mit Quark statt Roter Wurst im Brötchen

Liebe Paul Jauch Freunde,

die Erntezeit hat begonnen und viele von Ihnen erinnern sich vielleicht noch an die brennenden Kartoffelpflanzenreste auf den Feldern nach der Ernte. Hier wurde alles für den Winter vorbereitet und man traf sich, um über dem Feuer die ersten Kartoffeln zu garen und die Ernte zu feiern.

Von unseren Tellern bis heute nicht wegzudenken, wird die Knolle weiter angebaut aber die Tradition der Kartoffelfeste nur noch mancherorts ausgeübt. In den meisten Gebieten kennt man den Brauchtum nur noch aus Zeitzeugnissen, wie die Zeichnung von Paul Jauch. Hier sind Bauern am Fuße des Schönbergs auf dem scheinbar grade in diesem Moment abgeernteten Acker zu sehen. Das Vieh versorgend und das Feuer entfacht, wenden sich die Bauern ab vom Feld und der getanen Arbeit. Alles scheint brach zu liegen und vorbereitet zu sein, damit der Winter einziehen und sich die Erde für die Saat im nächsten Jahr ausruhen kann. Alles verlangsamt sich und der Eifer der Erntezeit verwandelt sich in die Herbst-und Winterruhe. Im Hintergrund erhebt sich der Schönberg und die Spätsommersonne hüllt die gesamte Ansicht in eine atmosphärische Zwischenwelt, die den Betrachter geradezu einlädt sich in die Zeit und die Stimmung hineinzuversetzen.

Warum also dieser Einladung nicht folge leisten und Tradition und Vergangenheit in die Gegenwart holen? Nutzen Sie zusammen mit Paul Jauch die Spätsommersonne und suchen Sie sich ein Plätzchen an den unzähligen Grillstellen hier in unserer umgebenden Naturlandschaft. Treffen Sie sich in kleiner Runde mit Familie und Freunden zum ganz persönlichen Kartoffelfeuer mit Feuerkartoffel, Kräuterquark und schöner Aussicht.

…Betrachter von Jauch sein heißt auch Betrachter der Natur werden. und ganz nebenbei sehen, was andere bereits vor Jahrhunderten gesehen haben und wohl zu keiner Zeit an Reiz verlieren wird.

Wir freuen uns auf tolle Fotos, Zeichnungen und Berichte von Ihrem ganz persönlichen Kartoffelfeuer mit Paul Jauch.

Bitte nicht vergessen zusammen mit Ihren Unterlagen das Datenschutzformular auf unserer Homepage unter der Rubrik "Museen/ Paul Jauch Museum" unterschrieben mit einzusenden an: ramona.mathes@eningen.de

Ihr Freundeskreis Paul Jauch

 

 

 

 

Paul Jauch: Blick zum Erdbeerberg

Eninger Nachrichten 11. September 2020

Auf den Spuren Paul Jauchs Teil V

Liebe Paul Jauch Freunde,

Schon etwas herbstlich zeigt sich der Ferienabschluss für alle Urlaubsrückkehrer aus sonnigen Regionen aber auch für alle die aufgrund der diesjährigen Situation zu Hause geblieben sind. Da lohnt es sich die schönen Stunden des Tages noch einmal zu nutzen und sich hier in der Heimat einen schönen frühherbstlichen Tag im Freien zu machen.

Vielleicht haben Sie Lust sich auf die Suche nach dem Plätzchen mit Blick auf den Erdbeerberg zu machen, so wie ihn Paul Jauch in seiner Zeichnung festhielt. Immer wieder zog es den Künstler an verschiedene Orte in der Natur mit einzigartigen Blicken ins Tal oder in die Höhe. In den letzten vier Ausgaben unserer Jauch Reihe haben wir Sie nur einmal in die direkte Umgebung Eningens geschickt und dies wollen wir in dieser Ausgabe wiederholen. Da wahrscheinlich jeder von Ihnen bereits mehrmals auf der Eninger Weide war, möchten wir Sie diesmal in Begleitung dieser Zeichnung mit Blick auf den Erdbeerberg auf den Weg schicken, mit Hilfe derer Sie vielleicht viele neue Winkel entdecken und Neues kennenlernen, denn…

…Betrachter von Jauch sein heißt auch Betrachter der Natur werden. und ganz nebenbei sehen, was andere bereits vor Jahrhunderten gesehen haben und wohl zu keiner Zeit an Reiz verlieren wird.

Wir freuen uns auf tolle Fotos, Zeichnungen und Berichte von Ihrer ganz persönlichen Künstler-Reise mit Paul Jauch zum Hohen Neuffen.

Bitte nicht vergessen zusammen mit Ihren Unterlagen das Datenschutzformular auf unserer Homepage unter der Rubrik "Museen/ Paul Jauch Museum" unterschrieben mit einzusenden an: ramona.mathes@eningen.de

Ihr Freundeskreis Paul Jauch

 

 

 

 

Paul Jauch: Hohen Neuffen

Eninger Nachrichten 28. August 2020

Auf den Spuren Paul Jauchs Teil IV

Liebe Paul Jauch Freunde,

743m hoch ragt das Felsmassiv des Hohenneuffens aus dem Albtrauf hervor. Steht man aber erst mal direkt davor, ist der Aufstieg gar nicht mehr so weit und mit gutem Schuhwerk leicht zu erklimmen. Auch Paul Jauch zog es immer wieder an den Fuß dieser Burgruine, was viele Zeichnungen bezeugen. Zwischen den Tälesweinfeldern muss er gesessen und den herrlichen Blick auf die Burg genossen haben. Die Burg zeugt von einem monumentalen Bauwerk, welches einst um 1100 erbaut wurde. Eingebettet in eine herrliche Naturlandschaft erzählt es Geschichten von Herrschern, deren Errungenschaften und architektonischen Wandlungen. Das für unsere Zeit wohl bedeutendste Ereignis auf der Burg ist die Dreiländerkonferenz, die unserem heutigen Verbund Baden-Württemberg den Anstoß gab. Bei Täleswein und grandioser Aussicht wurde 1948 über die Grenzen und Länder verhandelt, die den Mitstreitern direkt vor Augen lagen.

Aber was zog Paul Jauch zur Burgruine und was mag er sich gedacht haben, als er den heroischen Blick von unten wählte und die Burg erhöht auf dem Sockel in Betracht nahm, sie aber gleichzeitig ganz zart in Kontrast zur kräftigen Natur im Vordergrund setzte? Ist es ein Zeugnis dafür, wie der Mensch in die Natur eingreift, das Bauwerk zum Berg werden lässt, ist es die Natur, die trotz menschlichen Treibens die Überhand behält oder ist es ganz einfach ein sanfter Blick auf das Zeitgeschehen durch die Jahrhunderte? Gleich mehrere Zeugnisse schafft der Bleistiftkünstler, unterwegs in seiner ganz eigenen Welt, mit seinen ganz eigenen Blickwinkeln zum Hohen Neuffen. Machen Sie sich Ihre ganz eigenen Gedanken und verweilen Sie vor dem Aufstieg kurz in Paul Jauchs Spuren am Fuße des Berges.

Oben auf der Burg, überrascht Sie der unvergleichliche Blick auf das Albvorland, welches Sie zusammen mit gekonnten Falkner Vorführungen und einem Täleswein im Burgrestaurant genießen können. Ein schönes Ausflugsziel für Groß und Klein, welches über Wanderwege aus allen Richtungen zu erreichen ist.

Betrachter von Jauch sein heißt auch Betrachter der Natur werden. und ganz nebenbei sehen, was andere bereits vor Jahrhunderten gesehen haben und wohl zu keiner Zeit an Reiz verlieren wird. Dieser Satz widerholt sich in unserer Reihe und wird sich immer wieder bestätigen.

Wir freuen uns auf tolle Fotos, Zeichnungen und Berichte von Ihrer ganz persönlichen Künstler-Reise mit Paul Jauch zum Hohen Neuffen.

Bitte nicht vergessen zusammen mit Ihren Unterlagen das Datenschutzformular auf unserer Homepage unter der Rubrik "Museen/ Paul Jauch Museum" unterschrieben mit einzusenden an: ramona.mathes@eningen.de

Ihr Freundeskreis Paul Jauch

 

 

 

Eberhard Weinmann: Bodensee Triptychon

Eninger Nachrichten 11.08.2020

Auf den Spuren Paul Jauchs Teil III

Liebe Paul Jauch Freunde,

weiter geht es auf den Spuren Paul Jauchs. Diesmal über herrliche Alblandschaften vorbei an idyllischen Dörfern bis an den Bodensee. Und wer weiß, vielleicht ist gerade so die Arbeit Paul Jauchs spürbarer, als sie im Museum je sein könnte. Denn ohne Jauchs Liebe zur Naturlandschaft wäre es wohl auch nicht zu diesen einzigartig malerischen Zeichnungen gekommen. Ein Virtuose am Bleistift unterwegs in seiner ganz eigenen Welt, mit seinen ganz eigenen Blickwinkeln.

Betrachter von Jauch sein heißt auch Betrachter der Natur werden. Das derzeitige Wetter scheint uns hierbei zu Hilfe zu kommen. Nichts steht einer längeren Reise oder einem Kurztrip an den Bodensee im Weg. Ob auf dem Rad, zu Fuß oder mit dem Auto- einfach mal weg und den Herausforderungen, die uns das Leben momentan stellt, entfliehen und ganz nebenbei sehen, was andere bereits vor einem Jahrhundert gesehen haben und wohl zu keiner Zeit an Reiz verlieren wird.

Auch Eberhard Weinmann erhaschte vor ein paar Jahren den Künstlerblick am Bodensee und hat es bereits damals für uns fotografisch festgehalten. Ganz zufällig sei er an diese Stelle am See gekommen und dachte plötzlich an die Zeichnung Jauchs. Das könnte doch der Blick gewesen sein, den Jauch damals inspiriert hatte und drückte auf den Auslöser. Heraus kam dieses wunderbare Triptychon.

In 22 Stunden blasengeplagt, in sechs Stunden gesäßgeplagt oder in knapp zwei Stunden durchklimatisiert - auf jeden Fall aber schweißgebadet und glücklich am diesmaligen Jauch-Ziel. Wir freuen uns auf tolle Fotos, Zeichnungen und Berichte von Ihrer ganz persönlichen Künstler-Reise mit Paul Jauch.

Bitte nicht vergessen zusammen mit Ihren Unterlagen das Datenschutzformular auf der Homepage der Gemeinde Eningen  unter der Rubrik "Museen/ Paul Jauch Museum"unterschrieben mit einzusenden an: ramona.mathes@eningen.de

Ihr Freundeskreis Paul Jauch

 

 

KUNST-WANDER-TIPP für Groß und Klein

Auf den Spuren Paul Jauchs Teil II

Liebe Paul Jauch Freunde,

vor kurzem haben wir damit begonnen Sie auf Paul Jauchs Spuren zu schicken, um Ihnen die Wartezeit bis zur nächsten Saisonöffnung unseres Museums ein wenig zu verkürzen. Normalerweise würden Sie die Werke im Museum betrachten. Diesjährig möchten wir Sie alle zwei Wochen mit dem Werk an der Hand in die Natur schicken. Kaum ein anderes Werk bietet so viel Nähe zu unserer umliegenden Naturlandschaft und kein anderer Bleistiftzeichner hat dies so virtuos zu Papier gebracht. Malerisch und sehr ausdrucksstark vermitteln Paul Jauchs Zeichnungen die Stimmung und die Mentalität der Alb und Tal-Idyllen und wir möchten Sie diesmal zusammen mit Paul Jauch zum Wackerstein schicken. Jeder, der einmal angefangen hat einen Albtrauffelsen zu erklimmen, ist diesem Ausblik wohl verfallen, so auch Paul Jauch.

Kleiner Wandertipp: Der PremiumWanderweg "Hochgetürmt" Biosphärengebiet Schwäbische Alb, führt Sie über den Schönbergturm zum Wackerstein und bietet herrliche Aussichtsmöglichkeiten zu allen Richtungen. Wer mit etwas weniger Zeit auskommen muss, es etwas kürzer und weniger steil angehen möchte, der kann auch am Rouffseck, oben an der Stuhlsteige zwischen Pfullingen und Genkingen starten.

 Wir freuen uns über Zeichnungen, Fotografien und Berichte, die wir nach Auswahl eventuell in der nächsten Ausgabe veröffentlichen dürfen und wünschen Ihnen viel Freude auf den Spuren des Bleistiftvirtuosen Teil II! Bitte nicht vergessen zusammen mit Ihren Unterlagen das Datenschutzformular auf der Homepage der Gemeinde Eningen unter der Rubrik "Museen/ Paul Jauch Museum" unterschrieben mit einzusenen an: ramona.mathes@eningen.de

 

Ihr Freundeskreis Paul Jauch

 

 

 

Paul Jauch: Wackerstein

 

Bericht Eninger Nachrichten im Juli 2020

150+1

Vorfreude auf ein besonderes Geburtstagsfest

Liebe Paul-Jauch-Freunde,

aufgrund der Lockerungen konnte eine erste Sitzung des Vorstandes stattfinden und frohen Mutes sollten an dieser Sitzung die weiteren Planungen für die Vernissage zum 150. Geburtstag von Paul Jauch im September vorangetrieben werden.

Doch spätestens mit der konkreten Auseinandersetzung der Hygieneauflagen wurde festgestellt, dass trotz Lockerungen eine Veranstaltung im Jauch-Haus mit der üblichen Anzahl an Gästen nicht möglich wäre.

Der Vorstand kam daher einstimmig überein, dass eine Veranstaltung unter diesen Voraussetzungen, dem eigentlichen Fest und auch dem Künstler nicht gerecht werden würde und es sehr bedauerlich wäre, ein lockeres Zusammenkommen Kunstinteressierter nicht möglich machen zu können.

Schweren Herzens fiel die Entscheidung, die Veranstaltung auf nächstes Jahr zu verschieben und das Museum zum ersten Mal für eine ganze Saison geschlossen zu lassen.

Ein Schicksal, welches sich diesjährig viele teilen, welches uns aber nicht verstimmen sollte. Teilen Sie mit uns die Vorfreude auf die kommende Saison und ein kunstfreudiges Zusammensein im Paul-Jauch-Haus. Auf dem Programm steht die Ausstellung des Tübinger Künstlers Jürgen Klugmann im Frühjahr und das Geburtstagsfest „150+1“ zu Ehren von Paul Jauch im Spätsommer 2021.

Um Ihnen die Wartezeit etwas zu verkürzen und Ihnen Paul Jauch bis zum nächsten Jahr nicht vorzuenthalten, möchten wir Sie über die Eninger Nachrichten ein wenig auf Paul Jauchs Spuren schicken und Sie bildlich alle zwei Wochen an Orte geleiten, die Paul Jauch für seine Werke inspirierten. Bedeutend, wie für viele andere Künstler, ist hier natürlich die Achalm, mit der wir in dieser Ausgabe beginnen möchten.

Genießen Sie nach dem Aufstieg die Sichtweise des Künstlers und wer weiß, vielleicht verweilen Sie an genau demselben Aussichtspunkt. Wer nicht ganz so hoch hinaus möchte, kann einen schönen Sommerabendspaziergang auf der Ebene mit Blick auf die Achalm genießen.

Manchmal fragt man sich, wie lange der Künstler wohl verweilen musste, bis eine solche Zeichnung vollendet war?

Wir freuen uns Sie im kommenden Jahr im Grünen Hof begrüßen zu dürfen.

Bleiben Sie gesund

Ihr Paul-Jauch-Freundeskreis

"Blick zum Mädchenfels"
"Sommertag Achalm"

 

Bericht über die Mitgliederversammlung am 10. März 2020

 

Nach der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Wolf-Dieter Baumann berichtete er über die Veranstaltungen im vergangenen Jahr.

 Im Frühjahr begann die Ausstellungssaison mit der Ausstellung "Bleibende Eindrücke" von Marlene Neumann. Zum 30-jährigen Jubiläum des Freundeskreises Paul Jauch folgte im Juni die Ausstellung "Mehr als die Achalm" mit Werken von Paul Jauch. Im Herbst waren Tuschelavierungen von Hanns Haussecker unter dem Titel "Unterwegs mit Feder und Pinsel" zu sehen.

 Im März 2019 wurde die von der Fa. Schöpfer gestaltete Hinweistafel "Gartenhaus" neben dem Paul-Jauch-Garten aufgestellt.

 Für das Jahr 2020 ist eine Ausstellung mit Jürgen Klugmann aus Tübingen geplant sowie eine Paul-Jauch-Ausstellung im Herbst anlässlich dessen 150. Geburtstags.

 Nach dem Kassenbericht von Helga Walz bestätigte Gerd Fetzer eine ordnungsgemäße Buch- und Kassenführung. Von Waldemar Frommann wurde die Entlastung beantragt, die einstimmig erteilt wurde.

 Mit dem Dank an die Vorstandsmitglieder und für die gute Zusammenarbeit mit der Gemeindeverwaltung endete die Mitgliederversammlung.

 

 

Die Vorbereitungen laufen….

 

Nach der Verleihung des Paul –Jauch-Preises an das Ehepaar Erika und Ewald Schlotterbeck am Neujahrsempfang möchten wir mit einem Gruß zum neuen Jahr an alle Freunde des Paul-Jauch-Hauses in die neue Saison starten und Ihnen einen kurzen Überblick über unsere diesjährigen Ausstellungen und Termine verschaffen.

Wir freuen uns sehr, im April den Tübinger Künstler Jürgen Klugmann im Paul-Jauch-Haus begrüßen zu dürfen. Er wird innerhalb dieser Ausstellung seinen Weg zur Abstraktion, zum Ungegenständlichen aufzeigen. Inspiriert durch seine Romaufenthalte und durch seine Liebe zur Landschaft, zeigt er die Architektur Roms und Landschaftszeichnungen, die in sich aufgebrochen werden in seine ganz eigene Linienführung. Beim Betrachten der Werke gelingt so auch die Rückführung vom Ungegenständlichen zum Gegenständlichen. Wir freuen uns sehr auf die Ausstellung und auf spannende Erfahrungen und Einführungen in die abstrakte Welt von Jürgen Klugmann. Die Vernissage findet am 03. April 2020 im Paul-Jauch-Haus statt

Als weiteres Highlight in diesem Jahr möchten wir schon heute auf die Ausstellung zum 150jährigen Geburtstag von Paul Jauch Anfang September hinweisen. Momentan ist der Freundeskreis hierfür noch am Sammeln von Ideen und am Aussuchen, welche Werke speziell zu diesem Anlass gezeigt werden sollen. Nähere Informationen folgen rechtzeitig und wir freuen uns, Sie auch hierbei im Paul-Jauch-Haus begrüßen zu dürfen. Termin der Vernissage ist der 04. September 2020.

Ihr Paul-Jauch-Freundeskreis

 

 

Jahresrückblick 2019

 

 

 

Ausstellung Hanns Haussecker -

Unterwegs mit Feder und Pinsel

Vernissage 28.08.2019

 

Fast wie auf Reisen…

 … versetzt an vielerlei Orte, an stille Plätzchen am Meer, in lauschige Städtchen oder gar in freie Berglandschaften, so fühlten sich die rund 80 Besucher im Jauch-Garten bei der Vernissage, als bei sommerlichen Temperaturen und bei stimmungsvollen Celloklängen von Gebhard Geiger die Ausstellung von dem Gönninger Künstler Hanns Haussecker eröffnet wurde.

„Unterwegs mit Feder und Tusche“, so heißt die Ausstellung und genauso entstehen auch Hausseckers Werke. Es sind Momentaufnahmen und Stimmungen, die der Künstler unterwegs einfängt und die ihn fesseln. Jutta Fischer, Kunsthistorikerin, hob in ihrer Ansprache die Landschaftsmalerei durch die Jahrhunderte hervor und sah Haussecker, durch seine spontane und schnelle Ausarbeitung eines Werkes expressionistisch im Handwerk, hob aber seinen Drang nach eher präzisen Strichführungen heraus, die er dann durch die Technik der Lavierung wieder aufbricht.

Es ist die Zeichnung, die den ehemaligen Architekten schon immer faszinierte, es sind schöne Ort, auch aus der nächsten Umgebung, die ihn inspirieren und so hielt Frau Dr. Dürr in ihrem Grußwort zurecht fest, dass Hausseckers Schmuckstücke durch diese Eigenschaften wunderbar in das Schmuckkästchen Eningens, in das Haus unseres Eninger Zeichners Paul-Jauch passen.

Davon überzeugt waren auch die zahlreichen Besucher, die den Sommerabend im Jauch-Garten sichtlich genossen und interessiert den Ansprachen und der Musik lauschten. Hanns Haussecker selbst war überwältigt von dem regen Interesse und bedankte sich vor allem beim Freundeskreis für seine tolle Arbeit und für den ehrenamtlichen Einsatz der Mitglieder. Sie wahren dadurch das Erbe eines einheimischen Künstlers und ermöglichen zugleich zeitgenössischen Künstlern ihr Werk der Öffentlichkeit zu präsentieren, so Haussecker.

Ein runder und stimmungsvoller Abend ganz nach Goethe, wie der Vorstand des Freundeskreises Wolf Dieter Baumann schließlich die Runde schloss und zum Umtrunk einlud. „Man sollte alle Tage wenigstens ein kleines Lied hören, ein gutes Gedicht lesen, ein treffliches Gemälde sehen und wenn es möglich zu machen wäre, einige vernünftige Worte zu sprechen.“ 

 

 

 

 

Hanns Haussecker

„Unterwegs mit Feder und Pinsel“

28.08. - 06.10.2019

Hört man Hanns Hausseckers Namen, so denken die meisten wahrscheinlich sofort an die „experimentierfreudige Künstlerrunde“ der Radierwerkstatt in Reutlingen, die sich zuletzt 2017 zum 25 jährigen Jubiläum im Rathaus in Reutlingen präsentierte.

Hanns Haussecker gehört wohl zu den bedeutendsten Künstlern dieser Runde und es freut den Paul-Jauch-Freundeskreis einen besonderen und außergewöhnlichen Werksausschnitt aus seinem großen Repertoire im Jauch- Haus in Eningen präsentieren zu dürfen.

Die Vielseitigkeit, das Experimentieren mit Werkzeug und dem innerem Wandel spiegelt sich neben der Treue zur Zeichenleidenschaft in Hausseckers Werk wider. Sein Werk ist eine Symbiose aus Zeichnung und Malerei. Immer wieder gelingt es ihm Zeichenstift, Tuschefeder und Farbpinsel in Harmonie zueinander zu setzen.

Besonders seine Tuschelavierungen sind Sinnbild dieser Symbiose und vielleicht auch die Krönung seiner Zielgebung. Haussecker lässt hierbei die Tuschezeichnung mit farbiger Zugabe verschmelzen und verleiht dem Bild dabei zusätzlich Tiefe und Struktur. Farbige Landschaftsimpressionen, die er häufig unterwegs auf seinen Reisen festhält sind daher Thema der Ausstellung „Unterwegs mit Feder und Pinsel“.

Es herrschte Einigkeit im Freundeskreis bei der Wahl der Ausstellungsstücke, denn die Tuschelavierungen sind Schmuckstücke seines vielseitigen Werkes, deren Glanz überzeugen.

Zudem stehen die Lavierungen als Beweis für Hausseckers vielschichtiges Werk. So ist es nicht nur die Radierung, die ihn in Bann zieht, sondern seit Beginn seiner künstlerischen Tätigkeit die Zeichnung und die ganz eigene Weiterentwicklung dieser in Motiv und Technik.

 

 

Pressebericht aus den Eninger Nachrichten

„Mehr als die Achalm“

30 Jahre Freundeskreis Paul Jauch

 

„Mehr als die Achalm“, so lautet der Titel der Ausstellung im Paul Jauch Haus, die am Sonntag, den 2. Juni 2019 im Rahmen einer Vernissage feierlich eröffnet wurde.

Und tatsächlich gab es mehr als die Achalm zu sehen, denn der Freundeskreis feiert dieses Jahr sein 30jähriges Bestehen und zeigt zu diesem Anlass besondere Schätze des Künstlers  aus Schenkungen, Stiftungen und Ankäufen, die bisher der Öffentlichkeit nicht zugänglich waren.

Bei sommerlichen Temperaturen und feierlicher Atmosphäre im beschaulichen Jauchgarten lauschten die Gäste zunächst feinen Jazzklängen des Trios unter Clemens Wittel, um danach mehr über Jauch und sein Künstlerleben zu erfahren. Vorstandsvositzender Wolf -Dieter Baumann eröffnete die Vernissage und erzählte freudig über die Entstehung des Freundeskreises und hob vor allem die gute Zusammenarbeit der Mitglieder hervor, ohne die die Arbeit des Jauch Hauses nicht möglich wäre.  

Denn der Freundeskreis ist sehr aktiv und sieht sich nicht nur für die Archivierung und in der Pflege des Jauch Erbes beauftragt, sondern fördert zudem zeitgenössische Künstler der nahen Umgebung. Jährlich finden mehrere Ausstellungen statt, die organisiert und betreut werden müssen und es sei immer wieder schön, so Baumann, dass dies durch den Einsatz der Mitglieder möglich sei. Hierbei betonte er vor allem den langjährigen Einsatz von Frau Brandt. Dank diesem  konnten viele erfolgreiche Ausstellungen stattfinden und ebenso nahm das Jauch Haus als Dauerausstellung zur Würdigung des Künstlers immer mehr Gestalt an.

 Das Jauch Haus ist daher ein Gewinn und bereichert das kulturelle Leben der Gemeinde, fördert und unterstützt ortsansässige Künstler, was auch Herr Schweizer in seiner Ansprache betonte. „Das kulturelle Leben in einer Gemeinde hat viele Gesichter und es ist schön zu sehen, dass es für alle Bereiche Menschen in der Gemeinde gibt, die sich für ihre Leidenschaft einsetzen und Eningen zu einer vielseitigen  Gemeinde machen“, so Bürgermeister Schweizer.

 Tiefer in das Künstlerleben, seine Werke und seine Gedankenwelt eintauchen konnten die Gäste  schließlich durch die Ansprache von Herrn Hermann Pfeiffer (Journalist), der zu diesem Anlass und als großer Kunstliebhaber und Kenner Jauchs des Öfteren schon eingeladen wurde. Er untermalte seine Worte mit Zitaten Jauchs und nahm die Zuhörer dadurch mit in die Vergangenheit. Eine kleine Zeitreise ins Leben des 19. Jahrhunderts am Ort des Geschehens selbst. Authentischer konnte die Würdigung des Künstlerlebens Paul Jauch  und das Jubiläum des Freundeskreises nicht stattfinden. Und umso schöner war der rege Austausch der Besucher daher im Anschluss ummantelt von herrlicher Jazzmusik  mit Clemens Wittel am Piano, Charly Heim am Sax und Klarinette, sowie Reiner Oliva am Schlagzeug. Bravourös vertonten die drei Musiker den beschaulichen Sommerauftakt im Jauchgarten.

Man hatte richtig Lust bei einem Glas Wein zu verweilen und Kunst in ihrer Vielseitigkeit zu genießen.

 

 

 

 

 

 

Künstlergespräch mit Marlene Neumann und Helmut Anton Zirkelbach

Neumann zeigt ihre Drucktechnik vor Ort

Mit dem Künstlerkollegen Helmut Anton Zirkelbach hat Marlene Neumann am Sonntag, den 5. Mai im Paul-Jauch-Haus ein Künstlergespräch über die Techniken der ausgestellten Werke geführt und im Anschluss einen Holzdruck vorgestellt.

Für ihre Ausstellung in Eningen hat Marlene Neumann einen neuen Holzschnitt mit Bezug zu Eningen geschaffen. Der Titel lautet „In Grieshabers Garten“.  

Sie zeigt anhand dieser neuen Arbeit ihre Drucktechnik dem interessierten Publikum. Von dieser neuen Arbeit, die bisher noch nicht in der Ausstellung zu finden ist, können nach der Vorführung auch Blätter erstanden werden. Die Kombination zwischen Kunst und Handwerk ist sowohl der Radierung als auch dem Holzschnitt zu Eigen. Diese Herausforderung nimmt die Künstlerin sehr gerne in ihren Arbeiten an. Ist eine Idee für ein neues Motiv vorhanden, entscheidet dieses Motiv letztlich über die angewendete Technik.

Das im Paul-Jauch-Haus gezeigte Repertoire spannte sich von Alblandschaften über Pflanzendarstellungen bis hin zu mystischen Motiven.

 

 

 

Marlene Neumann

"Bleibende Eindrücke"

5. April – 19. Mai 2019

Ab Anfang April 2019 war im Paul-Jauch-Haus in Eningen die Betzinger Künstlerin Marlene Neumann zu Gast. In Ihrer Ausstellung „Bleibende Eindrücke“ zeigte sie sowohl Radierungen als auch Holzschnitte.

Marlene Neumann beschäftigt sich seit vielen Jahren ganz intensiv mit der Radierung: „Die Radierung ist für mich ein besonders starkes Ausdrucksmittel, weil schon immer die Kombination zwischen Kunst und Technik bei mir eine äußerst wichtige Rolle gespielt hat. Das Filigrane und Diffizile in der Radierung steht in Kontrast zur klaren Linie in meinen Holzschnitten.“

 

Marlene Neumann - Geheimnisvoll (Hohenurach, 2018)

 

Erfolgreiche Vernissage

Am Freitag, den 5. April 2019 wurde die Ausstellung von Marlene Neumann "Bleibende Eindrücke" erfolgreich eröffnet. Neumann zeigte im Paul-Jauch-Haus bis zum 19. Mai Einblicke in ihr aktuelles Schaffen.

Die Journalistin Andrea Bachmann führte in die gezeigten Arbeiten ein, die aus Radierungen und Holzschnitten bestehen. Musikalisch umrahmt wurde die Veranstaltung von Karera Fujita, die Gäste wurden von der stellvertretenden Bürgermeisterin Dr. Barbara Dürr und der stellvertretenden Vorsitzenden des Freundeskreises, Marga Benzing, begrüßt.

 

 

v.l.n.r.: Marlene Neumann, Andrea Bachmann, Marga Benzing und Karera Fujita

 

Paul Jauch’s Gartenhäuschen

Im Jauch-Garten steht seit langer Zeit ein besonders Kleinod des Grünen Hofes: Das Gartenhäuschen der Familie, aus der der Künstler Paul Jauch entstammt. Zwar wurde das kleine Häuschen bereits mehrfach restauriert sowie in den 1990er Jahren sogar versetzt und rekonstrukiert. Dennoch ist es in den Grundbestandteilen, wie den von Jauch selbst bemalten Decken-Kasetten im Inneren und den Fußboden-Einlagen aus Eiche, noch im Original-Zustand und steht daher unter Denkmalschutz.

Erst im vergangenen Jahr hat das Häuschen einen neuen Anstrich erhalten, was der Freundeskreis zum Anlass nahm, nun mit einem Schild auf das Häuschen hinzuweisen. Die Besonderheit: Auf dem Schild ist eine Reproduktion einer originalen Jauch-Zeichnung des Gartenhäuschens zu sehen.

Auf der anderen Seite des Schildes, die für die Fußgänger von oberhalb kommend sichtbar ist, finden Interessierte alle wichtigen Informationen zum Jauch-Haus. Die Abbildung dort zeigt eine Jauch-Zeichnung des Hauses mit der gleichen Ansicht, die sich dem Betrachter bietet.

 

 

 

 

Jahresrückblick 2018

 

 

Minny Beckmann

Erkennen - Verwandeln

31.08. – 07.10.2018

Ab Ende August 2018 war die bekannte Reutlinger Künstlerin Minny Beckmann zu Gast im Paul-Jauch-Haus. In Ihrer Ausstellung „Erkennen – Verwandeln“ zeigte sie sowohl farbige Collagen, Farbkompositionen auf unterschiedlichen Maluntergründen und Aquarelldrucke, als auch Radierungen.

Bei der Vernissage am Freitag, den 31. August 2018  konnten die stellvertretende Bürgermeisterin Dr. Barbara Dürr und der Vorsitzende des Paul-Jauch-Freundeskreises, Wolf-Dieter Baumann, gut 80 Besucherinnen und Besucher begrüßen. Eingeführt wurde von Christian Malycha, der am letzten Tag seiner Tätigkeit als künstlerischer Leiter des Kunstvereins Reutlingen dafür nach Eningen gekommen war. Für die musikalische Umrahmung sorgte mit imposanten Stimmen der Reutlinger Chor „Cantus 5 vocis“.

Am Sonntag, den 16.09.2018 fanden ebenfalls viele Kunstinteressierte aus der ganzen Region den Weg ins Jauch-Haus, wo Minny Beckmann in einem Künstlergespräch mit Vorführung Einblick in ihre Arbeitsweisen gab.

"Klingsors Zauberberg" (2002)

 

Eninger Künstler

"Farbe auf Zeit"

29.06. - 05.08.2018

Ab Ende Juni 2018 zeigten die Eninger Künstler im Paul-Jauch-Haus die Ausstellung "Farbe auf Zeit". Im Rahmen der Ausstellung fanden neben der erfolgreichen Vernissage, zu der 110 Besucher im schönen Jauch-Garten gezählt werden konnten, auch zwei Sonderveranstaltungen statt.

Bei der szenischen Lesung am 8. Juli mit der Theatergruppe "Freigeist" vom Zimmertheater Tübingen ging es natürlich um Kunst: Gelesen wurde "Biel am See" von Joachim Zelter, eine bitterböse Komödie über die Kunstszene. Etwas Selbstironie schadet ja nicht. Da war es auch nicht verwunderlich, dass im Publikum das ein oder andere Schmunzeln zu sehen war.

Am 22. Juli luden die Eninger Künstler zur Lesung mit Heidemarie Köhler und zum Konzert von "Blasebelg". Während Köhler mit ihren eigenen Texten zum Lachen und Nachdenken animierte, sorgten Stefan Labude und Joachim Stahl für wippende Füße. Sie interpretierten internationale Songs frech, nett, zart oder schrill.

 

Fotos: Susanne Fieselmann, Glasobjekt: MarEl Schaefer

 

Die Eninger Künstler

Die Arbeitsschwerpunkte der sieben Künstler/innen sind so vielfältig wie die aktuelle Gruppe:

Carola Frese malt mit Acrylfarben und zeigte eine Postkartenserie in einer Collagen-Druck-Mischtechnik.

Gabriela Hagenloch beschäftigt sich mit Kinderbuchillustrationen. Sie zeigte Auszüge aus ihrem Kinderkalender zum Wechsel der Jahreszeiten. Ihre angewandte Technik ist eine Kombination von Buntstift-, Aquarell- und Collageelementen.

Barbara Kärn-Wilk malt am liebsten vor Ort. Sie beobachtet vor allem Menschen in ihrem Tun und hält dieses zeichnerisch wie Momentaufnahmen fest. Zuweilen nutzt sie den Fotoapparat zur Unterstützung. 

Inge Niethammer arbeitet plastisch mit Pappmaché, teilweise mit Stein. Im Fokus stehen bei ihr meist figürliche Objekte. Vor einigen Jahren hat sie zudem die Malerei für sich entdeckt und wird eine kleine Auswahl ihrer Bilder präsentieren.

Friedrich Palmer arbeitet seit Jahren als freischaffender Künstler. Er ist ein begnadeter Zeichner. Seine Arbeiten zeichnen sich durch seine ureigene Darstellungswelt aus. Dabei zeichnet er mit einer bestechenden Präzision. In Anlehnung an Paul Jauch zeigte er selbstinterpretierte Portraits des Künstlers.

Glasbilder und Spiegelinstallationen stehen für MarEl Schaefer im Vordergrund der künstlerischen Auseinandersetzung. Ihre Arbeiten scheinen häufig leicht und vordergründig, beinhalten aber stets auch eine tiefere Einsicht.

Annemarie Winters Handschrift spiegelt sich in ihren hochwertigen keramischen Arbeiten wider. Sie wird Arbeiten in Rauch- und Glasurbrand zeigen.

 

Finissage mit Vortrag

„Mit den Augen Paul Jauchs“

03.06.2018

In Zusammenarbeit mit der Fotogruppe der Naturfreunde Eningen wurde vom Freundeskreis Paul Jauch das gemeinsame Ausstellungsprojekt „Mit den Augen Paul Jauchs“ auf die Beine gestellt. Entstanden ist eine spannende Auswahl von landschaftlichen Zeichnungen des Künstlers Paul Jauch und Fotografien von Eberhard Weinmann. Es handelt sich jeweils um die gleichen Motive – nur eben damals und heute. Am Sonntag, den 3. Juni 2018 war die Ausstellung das letzte Mal zu sehen.

Der Fotograf Eberhard Weinmann gestaltete gemeinsam mit dem VHS-Dozenten Werner Kumbier zum Abschluss einen Kurzvortrag über seine Arbeit und gab Einblicke in die spannende Welt der Landschaftsfotografie. Obwohl die Bildpaare auf den ersten Blick absolut harmonisch aussehen, war das Vorhaben des Fotografen ein nicht immer einfaches Unterfangen. Dadurch wird der Vortrag zu einem spannenden Blick „hinter die Kulissen“. Im Anschluss kamen die Besucher bei einem Glas Sekt mit den Referenten ins Gespräch.

 

 

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Jahresrückblick 2017

 

Zeichnung und Fotografie

"Mit den Augen Paul Jauchs"

Ausstellung in Kooperation mit der Fotogruppe Naturfreunde Eningen

01.09.2017 - 03.06.2018

Paul Jauch war nicht nur Zeichner, sondern auch Wandersmann. Viele seiner Wanderungen führten zu reizvollen Plätzen in der Region. Den Ausblick von dort zeichnete er direkt vor Ort.

Eberhard Weinmann von der Fotogruppe der Naturfreunde Eningen hat sich für das gemeinsame Ausstellungsprojekt auf den Weg gemacht und die heimatlichen Landschaftsmotive gleichermaßen durch Paul Jauchs Augen und die eigene Fotolinse gesehen. Ein nicht immer einfaches Unterfangen, das aber doch aufzeigt, wie sich Landschaft und Infrastruktur in den letzten Jahrzehnten verändert haben.

Die Ausstellung zeigte sowohl die entstandenen Fotografien als auch die Jauch-Originale, deren Motive für den Fotografen als Ausgangsmaterial dienten. Die nebeneinander gestellten Ausstellungsobjekte verdeutlichen die Herausforderungen an den Fotografen ebenso wie Jauchs detailgetreue und individuelle Darstellungsweise.

Am 01.09.2017 wurde eine erfolgreiche Vernissage gefeiert, bei der die Journalistin Andrea Bachmann gewitzt in die Ausstellung einführte und Rebecca Hummel mit ihrem Gesang musikalisch umrahmte. 

 

60. Todestag - Gedächtniswanderung

"Zu den Lieblingsplätzen von Paul Jauch"

Am Sonntag, den 9. Juli fand in Erinnerung an den Zeichner Paul Jauch eine Gedächtniswanderung statt. Denn 2017 wurde bereits der 60. Todestag des Eninger Zeichners Paul Jauch begangen. Die Wanderung wurde gemeinsam mit der Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins durchgeführt.

Jauch selbst war ein eifriger Wanderer, der seine Lieblingsplätze nicht nur zeichnete, sondern dort auch viel Zeit verbrachte. Daher führte die Wanderung nach einer Würdigung an seinem Grab zum Freibad, um auf den Rundwanderweg am Waldrand zu gelangen. Nach einer Rast bei der Jauch-Bank (Ob Hofen) ging es entlang von Lindenbrunnen und Lindenplatz über den Paul-Jauch-Weg zum ehemaligen Wohnhaus, wo heute das Museum eingerichtet ist.    

 

Internationaler Museumstag 2017

Am Sonntag, 21. Mai 2017 hatte der Freundeskreis Paul Jauch e.V. zu einer Druckvorführung mit dem Künstler Helmut Anton Zirkelbach ins Paul-Jauch-Museum eingeladen. Eine große Anzahl interessierter Besucher folgte seinen Erläuterungen zu den Druckvorgängen.

Grundlage für jede Radierung (der Begriff kommt vom lateinischen „radere", was soviel wie kratzen bedeutet) ist eine Metallplatte, welche mit einer säurebeständigen Schicht bestrichen wird. Bei der klassischen Radierung werden mit einer Radiernadel die Linien in diese Schicht gekratzt und das darunterliegende Metall freigelegt. Durch ein Säurebad werden Vertiefungen in die Metallplatte eingeätzt.

Zirkelbach selbst geht oft experimentell mit dieser Technik um, bei der es zahlreiche Abwandlungen gibt. Dies demonstrierte der Künstler anhand seiner Druckplatte "Achalm II" und lies den Eninger Hausberg in unterschiedlichen Farben und spannenden Varianten entstehen. Bei dieser Platte verwendete er die Methode "Aquatinta", bei der kleine Partikel wie Harzkörnchen verwendet werden, die vor der Ätzung aufgestäubt und eingebrannt werden. Durch das malerische Auftragen von Lack und sich wiederholenden Ätzungen entsteht hierbei eine sogenannte Flächenradierung.

Erst beim eigentlichen Druckverfahren, das Zirkelbach im Jauch-Haus vorführte, kam dann die Farbe zum Einsatz. Diese wurde von ihm auf die Platte aufgetragen. Die Schwärze ging in die Vertiefungen der Platte, die restliche Farbe wurde wieder abgewischt. Schließlich wurde ein Papier auf die eingefärbte Platte gelegt und maschinell gepresst. 

 

Helmut Anton Zirkelbach

Spuren der Landschaft

31. März - 6. August 2017

Mit seinen Radierungen, insbesondere mit den Reihen "Tailfinger Totentanz" und "préludes" hat Helmut Anton Zirkelbach bereits viel Aufmerksamkeit erhalten. Seit Beginn seines Schaffens stellte er vielerorts aus - bundesweit und international. 2017 war der aus Schorndorf stammende und in Kohlstetten lebende Künstler im Paul-Jauch-Haus in Eningen präsent. "Spuren der Landschaft" zeigte eine Auswahl seiner landschaftlichen Motive. Das Highlight waren die für die Ausstellung sonderangefertigen Radierungen der Achalm. Verbindungen zum Eninger Bleistift-Artist Paul Jauch sind somit nicht schwer herzustellen.

 

Radierung: Helmut Anton Zirkelbach - Spuren der Landschaft, Achalm II (2017)

 

Mitgliederversammlung des Freundeskreises

Paul Jauch e.V. 2017

Am 15. März 2017 fand die alljährliche Mitgliederversammlung des Freundeskreises statt. Wie im zweijährigen Turnus üblich, standen neben den Berichten des Vorstandes und der Kasse auch Vorstandswahlen an.

Der zuvor entlastete Vorstand stellte sich geschlossen erneut zur Wahl, ebenso wie ein neuer Kandidat für den zusätzlichen Beisitzer-Posten.

 

Der alte/neue Vorstand:

1. Vorsitzender: Wolf-Dieter Baumann

2. Vorsitzende: Marga Benzing

Schatzmeisterin: Helga Walz

Schriftführer: Harald Fügen

Beisitzerin: Annemarie Winter

Beisitzer: Roger Mau

 

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Jahresrückblick 2016

"Verborgene Schätze"

Jauch-Originale aus Privatbesitz

2. September - 2. Oktober 2016

 

Der Eninger Künstler Paul Jauch und später seine Witwe Emilie Jauch pflegten viele Kontakte auch zu Reutlinger Fabrikantenfamilien, die in den 1920er und 30er Jahren mit Auftragsarbeiten das Künstler-Dasein sicherten.

Zahlreiche Schriftwechsel, Postkarten und Original-Zeichnungen mit Widmungen von Jauch belegen die Verbindungen, die im Leben des Künstlers eine Rolle spielten. Die Werke des „Bleistift-Artist“ tauchen auch heute noch in vielen Haushalten in Eningen und Umgebung auf. Seine Motive schaffen Identifikation, denn sie zeigen die heimatliche sowie vertraute Umgebung.   

Die Ausstellung im Paul-Jauch-Haus zeigte deshalb in den Galerieräumen (EG) originale Bleistift-Zeichnungen aus Privatbesitz und nahm somit Bezug zum Leben und Wirken des Künstlers. Der Charme der Ausstellung entstand durch  individuelle Rahmungen, hochwertige Originalwerke und die kleinen Geschichten hinter den Zeichnungen.

Die Vernissage fand am Freitag, den 2. September 2016 bei bestem Wetter im Garten des Paul-Jauch-Hauses statt. Neben der Begrüßung des Vorsitzenden Wolf-Dieter Baumann und der stellv. Bürgermeisterin Dr. Barbara Dürr, führte der Journalist und Jauch-Kenner Hermann Pfeiffer in die Ausstellung ein. Für die musikalische Umrahmung sorgten Susanne Ruopp-Littmann und Ute Brandmaier mit Gesang und E-Piano. 

 

Paul Jauch - Neckarbrücke

 

 

Kleine Sonderausstellung zur „Jakobsleiter“

In den Sommermonaten war das Paul-Jauch-Haus in Eningen jeden ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Gezeigt wurde im Juli und August 2016 neben dem Museum im 1. Stock eine kleine Sonderausstellung zur „Jakobsleiter“. Der Paul-Jauch-Freundeskreis hatte vergangenes Jahr die Mappe erworben, auf der sich eine persönliche Widmung des Künstlers befindet.

Die Mappe enthält 12 Drucke der Zeichnungen, mit denen Jauch 1920 die gleichnamige Erzählung vom nicht ganz unumstrittenen Literaten Ludwig Finckh illustrierte. Zu sehen sind lokale Motive wie der Markwasen, Achalm und Wackerstein. Beschrieben wird Jauch von Fink als „Zauberer“: „Er zeichnete nur, aber was er zeichnete, das leuchtete.“ (aus Eugen Wendler: Ludwig Finckh. Ein Leben als Heimatdichter und Naturfreund in der Reihe „Reutlinger Lebensbilder“, 1985).

Paul Jauch - Illustrationen zur "Jakobsleiter" von Ludwig Finkch (1920)

 

Heidi Moritz-Häntsche

 „Malerei und Grafik“

 

Vom 3. April bis 5. Juni 2016 war die Ausstellung "Malerei und Grafik" im Paul-Jauch-Haus zu sehen. Ausstellende Künstlerin war die Reutlingerin Heidi Moritz-Häntsche, die sich mit ihren Werken zwischen gegenstandslosen Dimensionen und greifbaren Motiven bewegt.

Bei der Vernissage am Sonntag, 3. April begrüßten die stellvertretende Bürgermeisterin Dr. Barbara Dürr und der Vorsitzende Wolf-Dieter Baumann die vielen Besucher. Die Einführung hielt die Journalistin Andrea Bachmann, für die musikalische Unterhaltung waren Ute Brandmaier und Susanne Ruopp-Littmann zuständig.

Heidi Moritz-Häntsche: Gefangen in Strukturen (2011)

 

Auszug aus der Einführung von Andrea Bachmann zur Ausstellung von Heidi Moritz-Häntsche:

Menschen, Situationen, Landschaften inspirieren sie. Moritz-Häntsche geht den Dingen gerne auf den Grund, schaut hinter die Oberfläche, nimmt Gefühle, Stimmungen, Unausgesprochenes wahr und verdichtet es sorgfältig ausbalancierten Kompositionen.

Nichts ist eindeutig: Heidi Moritz-Häntsche entscheidet sich weder für abstrakte oder gegenständliche Malerei noch für eine bestimmte Technik. Ölkreide, Kohle, Öl und Gouache treffen sich derselben Leinwand, dazwischen klebt ein gelber Papierstreifen. Die Bilder gehen in die Tiefe, der Blick der Betrachterin setzt Schicht um Schicht der eigenwilligen Kompositionen frei, erkennt nach und nach die Menschen, Situationen, Landschaften, die die Künstlerin vor ihrem geistigen Auge hatte.

Knapp dreißig kleinformatigere Werke aus mehreren Jahren intensiver künstlerischer Arbeit hat Heidi Moritz-Häntsche für das Paul-Jauch-Haus in Eningen zusammengestellt.

Die sparsame Farbigkeit und der oft zeichnerische Gestus schlagen eine Brücke zu den Werken des Eninger Landschaftsmalers, dessen Lieblingsmedium der Bleistift war und der sich ebenfalls von Menschen, Landschaften und Situationen inspirieren ließ.

Zwischen den Bleistiftzeichnungen Jauchs und den Mischtechniken Moritz-Häntsches liegen einige Jahrzehnte, in denen in der Kunst nach immer wieder neuen Ausdrucksformen gesucht wurde: Expressionismus, Informel, Pop-Art, Art Brut, Kubismus, um nur einige wenige zu nennen. Heidi Moritz-Häntsche ist keine Naive, sie hat sich intensiv mit verschiedenen Kunstrichtungen auseinander gesetzt, sie eingebunden in das eigene Schaffen und so eine eigene Handschrift ausgebildet. Warme Farben, kalligraphische Strukturen, ein Zusammenspiel von Ruhe und Bewegung, malerischen und graphischen Elementen zeichnen ihre Bilder aus, die sich perfekt in die Räumlichkeiten des Paul-Jauch-Hauses einfügen.

 

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Jahresrückblick 2015

 

Schere trifft Papier

Scherenschnittkunst von Magdalene Glasbrenner

Vernissage fand statt am Sonntag, 6. September 2015 um 11.00 Uhr

im Paul-Jauch-Haus in Eningen unter Achalm

 

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Wolf-Dieter Baumann führte Andrea Bachmann M.A., Journalistin und freie Mitarbeiterin im Stadtmuseum Tübingen, in die Ausstellung ein. Die Veranstaltung wurde von Susanne Ruopp-Littmann und Ute Brandmaier musikalisch umrahmt.

Schattenrisse, Silhouetten und Scherenschnitte treten in der (Kunst-)geschichte immer wieder auf, werden oft sehr populär und verschwinden dann wieder in der Vergessenheit. Eine regelrechte Blütezeit erleben Scherenschnitt und Schattenriss im 18. und 19. Jahrhundert und eine Hochburg der „kleinen Schwarzen Kunst“ war der Stuttgarter Raum, wo Luise Breitschwert und Luise Duttenhofer mit Schere und Papier Kunstwerke schufen, die mit ihrer Individualität, ihrem Witz und ihrem künstlerischen Ausdruck Maßstäbe setzten. Auch die Scherenschnittkünstlerin Lotte Reiniger, die 1926 mit „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“ den ersten abendfüllenden Trickfilm der Filmgeschichte realisierte, verbrachte ihren Lebensabend in Tübingen – ihr Nachlass ist im Stadtmuseum der Universitätsstadt zu bewundern.

Die Künstlerin Magdalene Glasbrenner knüpft mit ihren Scherenschnitten an diese Tradition an und verleiht dieser besonderen Technik neue Impulse. Neben traditionellen Märchenmotiven schneidet Glasbrenner bevorzugt Motive, die für die Reduktion auf Umriss und Linie und die Farben Schwarz und Weiß wie geschaffen sind, die aber nichts mit den betulichen Genrebildchen großmütterlicher Poesiealben zu tun haben: Köpfe, die an venezianische Karnevalsmasken erinnern und die Freude am Ornament und Dekor des Jugendstils aufnehmen, für den der Scherenschnitt ebenfalls ein Lieblingsmedium war. Kipp-,Verwirr-und Wimmelbilder. Tierporträts, denen die Monochromie eine besondere Dynamik verleiht. Besonders ungewöhnlich, vor allem in den idyllischen Räumlichkeiten des Paul-Jauch-Museums, sind eine Reihe von Dessous- und Bikinimädchen im Streifenlook. Hier kombiniert Glasbrenner ihre technische Meisterschaft im Scherenschnitt mit zeichnerischem Talent und dem Blick der Grafikerin. Sehr witzig, sehr sexy und sehr gekonnt.

Auch die Kunst des Silhouettenschneidens, sozusagen das Polaroid des 18. Jahrhunderts, wird von Magdalene Glasbrenner noch ausgeübt: Auf Hochzeiten und anderen Festen schneidet sie Porträts von den Gästen. Einen spannenden Einblick in diese besondere Technik gab sie auch am Sonntag, 4. Oktober 2015 von 14.00 bis 17.00 im Paul Jauch-Haus. Kleine und große Besucher konnten dort sich selbst als Scherenschnitt schneiden lassen.

 

 

Soirée im Paul-Jauch-Haus

„Die Natur in Musik und Poesie“

Lieder und Madrigale des 16. Und 17. Jahrhunderts und Gedichte aus neuerer Zeit bildeten eine gelungene Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Der naturnahe Paul Jauch“. Die Soirée lockte bei gutem Wetter einige Besucher an.

Sie fand statt am Sonntag, den 19. Juli 2015, 17 Uhr im Garten des Paul-Jauch-Hauses.

 

 

 

Eine Stätte für Kunst und Kultur

Mitgliederversammlung des Freundeskreises Paul Jauch

In der Mitgliederversammlung am 15.4.2015 wurde sowohl vom Vorsitzenden  des Freundeskreises Wolf-Dieter Baumann als auch von Bürgermeister Alexander Schweizer die Freude und Genugtuung darüber geäußert, dass sich das Paul-Jauch-Haus mit der Eröffnung der Ausstellung „Der naturnahe Paul Jauch“ der interessierten Öffentlichkeit nach längerer Pause gut präsentiert hat. 

Mit der Einrichtung einer Stelle für einen „Mitarbeiter oder eine Mitarbeitern für die Aufgaben für Kunst und Kultur“ will die Gemeinde, so Bürgermeister Schweizer, ab Herbst u.a. auch die Aktivitäten des Freundeskreises im Paul-Jauch-Haus weiter unterstützen, so dass dieses mit guter Perspektive als Stätte für Kunst, Kultur und Musik weitergeführt werden kann. 

In diesem Sinne würde sich der Freundeskreis natürlich auch über weitere ehrenamtliche Mitstreiter und Mitglieder freuen, zumal weitere Veranstaltungen in Planung sind, u.a. eine Ausstellung mit Arbeiten von  Magdalene Glasbrenner im September.

 

 

 

Die stille Auseinandersetzung mit dem Wachstum

Vernissage im Paul Jauch Haus

 

Die Vernissage „Der naturnahe Paul Jauch“ am 27.3. 2015 war ein geglückter Auftakt der Museumssaison im Paul Jauch Haus, das die große Zahl der Besucher kaum aufzunehmen vermochte.

Hemann Pfeiffer, der Referent des Abends, beleuchtete in seinem facettenreichen Vortrag zentrale Aspekte von Jauchs Biographie und  künstlerischem Schaffen.  Jauch  lebte von 1913 bis an sein Lebensende im Jahre 1957 im Grünen Hof in Eningen. Er liebte die ländliche Idylle seiner unmittelbaren Umgebung, die Lindenbäume -„Linden sind Mutterbäume“- und ganz besonders die Achalm, den „schönsten Berg auf Gottes Erdboden“.  All diese Sujets hat er immer wieder fein gezeichnet. 

Jauchs Themen, aber auch seine originelle Zeichentechnik und Arbeitsweise wurde von Hermann Pfeiffer in den Blick genommen, so z. B. Jauchs Vorgehen beim Fixieren seiner Bleistiftzeichnungen:

Der Künstler legte Blätter in Milch, die aber nur von Kühen stammen durfte, welche kein Grünfutter bekommen hatten. Anschließend wurden die Zeichnungen zwischen Löschblättern und alten Zeitschriften gepresst und getrocknet. So erzielte er die seinen Bildern eigene  glanzlos-matte, einheitliche Wirkung der Bildfläche.

Von Jauchs Zeitgenossen, dem Reutlinger Schriftsteller Ludwig Finckh, zitierte Pfeiffer eine anschauliche Charakterisierung von Jauchs Können.

Für Finckh war es zwar durchaus selbstverständlich, dass man mit einem Bleistift Luft und Farbe ,,wiedergeben“ könne, Jauch aber „male“ mit dem Bleistift, und der Betrachter, der sich in diese Bilder vertiefe, müsse unweigerlich erkennen, dass in ihnen „ein Hauch und Duft niedergefallen ist wie Tau aus Gottes Hand; es liegt eine Menschenseele in jedem.“

Jauch , so Hermann Pfeiffer, zeige dem Betrachter seine persönliche „ stille Auseinandersetzung mit dem Wachstum“, sein sensibles  Eintauchen in das zarte Blühen und kraftvolle Wirken der Natur, und habe so bewiesen , dass auch das „bescheidenere“ Bleistiftmaterial demjenigen unerschöpfliche Ausdrucksmöglichkeiten bietet , der sich auf seine verschiedenen Härtegrade einlässt. 

Hermann Pfeiffers profunder Vortrag wurde umrahmt durch freundliche Grußworte von Bürgermeister Alexander Schweizer und dem Ersten Vorsitzenden des Paul- Jauch- Freundeskreises Wolf-Dieter Baumann. Einen ästhetisch genussreichen Rahmen bildete Musik aus der Barockzeit für Flöte und Gitarre, wunderbar vorgetragen von Angela Schmauder (Flöte) und Teresa Dettling (Gitarre), welche den zarten und dennoch kraftvollen Zeichnungen Paul Jauchs in ganz besonders angemessener Weise entsprach.

 

 

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Jahresrückblick 2014

Freundeskreis Paul Jauch e. V. mit neuem Vorstand

Bei der gut besuchten Mitgliederversammlung des Freundeskreis am 8.11.2014 standen Neuwahlen auf der Tagesordnung. Zum 1. Vorsitzenden wurde Herr Wolf-Dieter Baumann, zur stellv. (2.) Vorsitzenden Frau Marga Benzing gewählt.

Weitere Vorstandsmitglieder sind wie bisher Frau Helga Walz, Kassiererin, Herr Harald Fügen, Schriftführer. Dem erweiterten Vorstand gehören Frau Helga Remsing und Frau Annemarie Winter an.

Frau Walz und Herr Baumann werden den Freundeskreis im neu gegründeten Stiftungsrat der Paul-Jauch-Stiftung vertreten.

Die Mitglieder stimmten einstimmig einer vorgeschlagenen Satzungsänderung zu. Die Satzung wurde den derzeitigen Erfordernissen angepasst. Die Wahl des Vorstandes findet nun alle 2 Jahre statt.

 

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Jahresrückblick 2013

 

Litera Musica: "Guten Tag Frau Eule"

Es war ohne Zweifel ein echtes Schmankerl, das sich der rührige Freundeskreis „Paul Jauch e. V.“ und seine Vorsitzende Elisabeth Brandt als Abschluss ihres diesjährigen Kulturprogramms haben einfallen lassen: Mit dem Trio „Litera Musica“ und deren Programm „Guten Tag, Frau Eule!“ verabschiedete sich das Paul-Jauch-Haus am Donnerstagabend, 14. November 2013 in die alljährliche Winterpause.

Das Häuserensemble aus dem 18. Jahrhundert an der Eitlinger Straße in Eningen unter Achalm verdankt seinen Namen dem Künstler Paul Jauch, dem „Maler mit dem Bleistift“, der von 1913 bis 1957 hier gelebt und gearbeitet hat. Ein passender Rahmen, um sich mit dem Humoristen, Maler und Zeichner Wilhelm Busch auseinanderzusetzen.

In seinem zweistündigen Programm präsentiert das Trio „Litera Musica“ bekannte und vor allem auch weniger bekannte Gedichte des Lyrikers und setzen sie in Bezug zu abwechslungsreichen Musikstücken verschiedener Epochen: Mal kunstvoll miteinander verschränkt, mal im Wechsel atemlos dahineilend, wie Textperlen auf einer Musikkette, mal sich konterkarierend oder sich ergänzend, aber alles immer und ausnahmslos treffend auf den Punkt gebracht.

Konzertlesung? Lesung mit Konzert? Rezitation mit Musik? Was die drei darbieten, ist wirklich schwer in Worte zu fassen. Wort und Musik stehen bei „Litera Musica“ nicht einfach nebeneinander, sie sind minutiös aufeinander abgestimmt, durchdringen sich, lassen die Musik den Text interpretieren oder den Text die Musik erklären. Und dies in einer Weise, dass eine völlig neue Poesie entsteht und der Zuhörer sich das Dargebotene gar nicht mehr losgelöst voneinander vorstellen kann – und will.

Jörg Wenzler, wie Paul Jauch gebürtiger Schwenninger, erweist sich als ebenso sensibler wie kraftvoll zupackender, überaus wandlungsfähiger, auf den ureigenen Charakter eines jeden Textes punktgenau eingehender Interpret, der dem Zuhörer das Gefühl vermittelt: „Ja, genau so muss das gesprochen werden, genau das hat Busch gemeint.“ Eine sprachliche und darstellerische Glanzleistung auf höchstem Niveau, ohne Frage.

Ihrem Mitstreiter in nichts nach stehen die Flötistin Reinhilde Klinghoff-Kühn und der Gitarrist Werner Klinghoff. Klangfarben von unendlicher Variabilität scheinen diesen beiden zur Verfügung zu stehen, die in traumwandlerischer Sicherheit aufeinander eingespielt die komplexesten Tongebilde in höchster Virtuosität zu prachtvollen Gemälden ausarbeiten.

Litera Musica: Hier haben sich drei absolut hochkarätige Könner auf ihren Fachgebieten getroffen und bieten in schwebender Leichtigkeit niveauvolle Unterhaltung – so etwas ist heute nur noch selten zu hören. Eine Kunst, wie geschaffen für die intime Atmosphäre des Paul-Jauch-Hauses. Kein Wunder, dass das Publikum sich bei den drei Künstlern mit lang anhaltendem, begeisterten Applaus bedankte.

Claudia Erhard

 

 

 

Ungewöhnliches Duo

Mit einem kontrastreichen Duett wurde am 29. September die Ausstellung „Sehnsucht südlich von Lappland“ im Garten des Paul Jauch Hauses in Eningen beendet.

Der Holzbildhauer Jürgen Keppeler, bekannt als „der Säger“, war schon am frühen Nachmittag damit beschäftigt einen Teil des Gartens hinter dem Paul Jauch Haus in ein Open Air –Atelier zu verwandeln. Ergänzt wurde die Ausstattung noch mit dem Equipment des Gitarristen Frank Benz.

Ab 16 Uhr konnten zahlreiche Besucher verfolgen, wie aus einem ca. 2m hohen Holzstamm eine Skulptur entstand. Dabei gab es was auf die Ohren, denn das Holz wurde in den ersten Schritten mit einer Kettensäge bearbeitet. Durchaus synchron wurden die Sägeschnitte mit den Klängen der E-Gitarre begleitet. Beim genauen Zuhören konnte der Besucher ebenfalls das Entstehen einer Klang-Skulptur erleben, wurde doch der Sound durch den Saiten-Strich mit einer „Desperado“-Bierflasche  (mexikanisches Bier, dessen Etikett nicht auf Papier, sondern direkt auf die Flasche gedruckt ist) erzeugt.

Bei der Feinarbeit an der Skulptur fanden Holzhammer und E-Gitarre eine gemeinsame Rhythmik zwischen Schlägen und Riffen die ein Gesamtkunstwerk entstehen ließen, an dem die Künstler begeistert improvisierten.

 

"Sehnsucht südlich von Lappland"

Ausstellung von und mit Julia und Jürgen Keppeler vom 7. Juli bis 29. September 2013

Bleistift   -   Tinte   -  Tusche   und   Kettensäge

das sind die Arbeitsutensilien des Künstlerpaares Julia und Jürgen Keppeler. Die Zeichnungen von Julia Keppeler nehmen den Betrachter auf eine an Symbolik und Erzählungen reiche Reise mit.

 Jürgen Keppeler bearbeitet seit 25 Jahren Holz und hat die "Sehnsucht südlich von Lappland" in Baumstämme gesägt. Mit Kunstoff, Glas und anderem natürlichem Material, so ein Hornissennest sind Werke entstanden die teilweise auch Gebrauchsobjekte sind.

 

 

 

"Randbemerkungen" im Paul Jauch Haus

Am 25. April um 19 Uhr wurde im Paul Jauch Haus die Ausstellung „Randbemerkungen" von und mit Barbara Wünsche-Kehle eröffnet.

Bei den ausgestellten Arbeiten verschob die Künstlerin den Fokus vom Zentrum auf das Außenliegende, Unscheinbare. Es sind Versuche aus scheinbar Wertlosem und aus dem, was keine Beachtung findet, etwas Besonderes zu machen.

Am Rande sind Dinge verletzlich, Papier ist an den Rändern einreißgefährdet. Doch können Ränder auch viel Bemerkenswertes oft auch Wesentliches enthalten. Notizen am Seitenrand von Bücher können für Lektoren und Historiker wichtige Hinweise auf die Denke des Schriftstellers geben. 

Ein wichtiges Kriterium für den Wert einer Gesellschaft, ist die Form wie sie mit ihren Randgruppen umgeht.

Die Werke von Wünsche-Kehle bestehen aus scheinbar wertlosen Materialien wie Papier, Draht und Tusche, die in unauffälligen natur- und schwarz-weiß Tönen gehalten sind. Die Objekte stehen in einem Wechselspiel mit Graphiken in Graphit, Gouache, Tusche und Kaffee die während den jeweiligen Entstehungsprozessen begleiten.

Stephan Wünsche, Gründer und langjähriger Leiter des Kunstvereins Eislingen an der Fils, führte in das Werk einführen.

 

 

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Jahresrückblick 2012

 

Jahresschluß 2012 im Paul Jauch Haus

Mit einer Ausstellung  von Schülerarbeiten aus der 3. und 4. Klasse der Achalmschule beschloß der Freundeskreis Paul Jauch e.V. die Veranstaltungsreihe 2012 im Paul Jauch Haus.

Während im Kabinett Kinderzeichnungen aus den Jahren 1927 bis 1930, von der Wirkungsstätte von Emilie Jauch gezeigt wurden, hatten die Eltern und Freunde der Schüler am 1. Dezember Gelegenheit die kreativen Werke und die ihrer Mitschüler in den Galerieräumen zu besichtigen.

 

Bilder von Uli Huber

Dies ist die Geschichte eines kleinen Buben, heißen wir ihn ganz einfach Uli“.... so ist eine Aquarellzeichnung von Uli Huber betitelt. Zu sehen war sie in der Ausstellung „Uli Huber. Malerei-Druck-Grafik“, die vom 7.10. bis 11.11.2012 im Paul Jauch-Haus gezeigt wurde.

Uli Huber, der von 1986 bis 1991 in Eningen in seiner Treppenhaus-Galerie gelebt und gearbeitet hat, wäre im September 70 Jahre alt geworden.

Erstmals war es möglich in einer Gesamtschau das vielseitige Schaffen des 1991 verstorbenen Künstlers kennenzulernen. Bildzeugnisse seiner großen Begabung auf dem Gebiet der Malerei und Graphik sowie der Kunst am Bau ließen Sensibilität, Nachdenklichkeit und Auseinandersetzung mit Natur und Politik erahnen. In vielen seiner Werke konnte eine persönliche Befindlichkeit gelesen werden. Seine Beschäftigung mit politischen Themen wurden in den beiden Bilder „Gedanken zu dem Thema Erdteile“ deutlich. Die mit Bleistift und Spritztechnik ausgeführten Arbeiten zeigten Physiognomien und Machtsymbole in enger Nachbarschaft.

 

 

Ludwigsburger Oboensextett im Museumsgarten

Der Paul Jauch Freundeskreis lud am 7. Juli 2012 zu einer Soirée mit heiterer Bläsermusik und Geschichten aus Boccacios "Decamerone". 

Die Zuhörer lauschten umgeben von Bäumen der Musik von L. v. Beethoven, Bernhard Krol, Wolfgang Hofmann, Gordon Jakob und W.A. Mozart. Die Stücke wurden für die Instrumente Oboen, Englischhorn und Fagotte neu bearbeitet.

Zwischen den Musikstücken las Winni Victor, von Vogelgezwitscher begleitet, die Geschichte von  Liebenden die mit viel List Wege suchen, zusammen zu kommen. Gekonnt und pointiert läßt Winni Victor die Gegebenheiten aus dem Venedig des 14. Jahrhundert lebendig werden.

 

 

 

Zeichnungen von Winand Victor literarisch verabschiedet

mit einer literarischen Finissage wurde die Ausstelllung "Winand Victor, Zeichnungen" am 24. Juni im Paul Jauch Haus beendet.

Winni Victor und Sibylle Mulot zeichneten im Garten des Paul Jauch Hauses den Ausstellungsrundgang mit literarischen Texten nochmal nach. Die unterschiedlichen Themen der Ausstellung wurden mit sorgsam ausgesuchten Texten im Zwiegespräch der Lesenden aufgegriffen.

Zur Veneta-Serie wurden u.a. Texte von Peter Huchel, Thomas Mann Claudio Magris und Günther Kunert rezitiert. Die Demo-Zeichnungen fanden ihr literarisches Echo in Texten von Elias Canetti, Wislawa Szymborska, Mahmoud Darwisch.

Die Mauer-und Pflasterstein-Gouachen wurden durch die Rezitation "Steine" von Johann Wolfgang von Goethe, und durch das "Gespräch mit dem Stein" von Wislawa Szymbrska in den Gedanken der Zuhörer zum Leben erweckt.

Mit Passagen aus Mörikes "Das Stuttgarter Hutzelmännlein" begleiteten die Lesenden die ca. 40 Zuhörer zu den letzten Zeichnungen "ALB" des Galerie-Rundgangs.

 

 

"Welt im Wandel - Museen im Wandel"

gemäß dem Motto des diesjährigen internationalen Museumstages haben sich am Sonntag 20. Mai die Museumsräume im Paul Jauch Haus in lebendige und anregende Zeichen- und Schreibräume verwandelt.

Die Besucher konnten den Künstlern Gabi Hagenloch und Friedrich Palmer über die Schulter schauen. Die beiden Bleistiftkünstler gaben Einblick in Ihre Kunst.

Bei Gabi Hagenlocher konnten sich die Gäste porträtieren lassen.

Friedrich Palmer führte durch die Geschichte des Bleistiftes und demonstrierte die verschiedenen Möglichkeiten und Handhabungen des vielseitigen Schreib-und Zeichengerätes, das sich trotz Internet als ein ausdauerndes, anspruchloses und klimafestes Multitalent behauptet. e.bra.

 

 

Winand Victor bei der Vernissage am 15. April 2012

zum ersten Mal werden nur Zeichnungen von Winand Victor präsentiert. Eine kleine Auswahl des großen Werks des Künstlers.

38 Zeichnungen fügen sich in die Räume des Paul Jauch Hauses und gaben der Ausstellung einen persönlichen und intimen Charakter. Dicht gedrängt lauschten die Besucher der Einführung des ehemaligen Feuillton-Chefs des Reutlinger GEA Hansdieter Werner. 

Das abgewandelten Bibelzitat aus dem Johannesevangelium .."im Anfang war die Zeichnung" war das Leitmotiv in den Ausführungen Werners und gaben die lebenslangen Konstanten des Künstlers Victor wieder.

Die unterschiedlichen Schwerpunkte der Ausstellung, Demonstration, Stadtbilder, Naturstudien und Abstraktes lassen auf ein umfassendes Schaffen schließen.

 

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Jahresrückblick 2011 

 

"Protokolle und Lebenszeichen" im Paul-Jauch-Haus

am Sonntag 18. September 2011 waren zahlreiche Kunstinteressierte ins Paul-Jauch-Haus zur Eröffnung der Ausstellung mit Werken des Reutlinger Künstler Peter Magiera gekommen.

Für die Ausstellung hat Peter Magiera Serien (Protokolle) zusammengestellt, die aus seiner kritischen und ökologischen Lebenshaltung heraus entstanden sind.

Eleonore Wittke ging in ihrer Einführung detailliert auf das Werk des“...so oft freundlich lächelnden Künstlers....“ ein. Die Musik, teils gesungen mit Gitarren- und Mandolinenbegleitung, dargeboten von Wolfgang Bielek und Jakob Brauße, fügte sich hervorragend in die ausgestellten Werke ein.

 

 

 

Total vocale Finissage

Der Freundeskreis Paul Jauch verabschiedete die graphischen Werke von Armin Burghagen mit einer musikalischen Matinée der besonderen Art.

Das Gesangensemble „VocaLoca“ präsentierte sein neues A -Capella-Programm „Let's talk about...And sing about...“

Mit hervorragenden Stimmen, Barbara Leibfritz, Sopran, Kiki Bofinger, Alt, und Wolfgang Hauch, Bariton, und viel Begeisterung wurden Musikstücke aus Jazz und Pop neu arrangiert und mit Verve interpretiert.

Vielleicht dem Abschiednehmen von der Kunst gezollt, fand auch das Gutenachtlied vom Mond von Matthias Claudius seinen Platz in der morgendlichen Veranstaltung.

 

 

 

 

blue curtain

Das Trio blue curtain bot am 22.07.2011 ein Hörvergnügen der besonderen Art.

Mit der Besetzung e-piano, Geige und Gesang interpretiert das Trio Songs und Balladen aus Pop, Rock Jazz und Blues, ist aber keinem Genre fest zuzuordnen.

Claudia Zentgraf , die vor allem Balladen liebt, gibt dem Ganzen mit ihrer fassettenreichen Stimme eine ganz besondere Note und erweckt die Geschichten der Songs zum Leben.

Andreas Gebhardt entlockt seiner Geige feine, melodische Klänge aber auch fetzige Rhythmen und Grooves und verstärkt so den Charakter der erzählten Geschichten.

Matthias Staiger unterlegt alles mit einem vollen, harmonischen Klangteppich und filigranen Soli. So komplettiert sich dann das Hörvergnügen der besonderen Art.

 

 

 Zauberflöten - Soirée im Museumsgarten

 

Am 9. Juli 2011 spielte das Violinduo "KONRADING" die Violinpartitur zu Oper "Die Zauberflöte" von W. A. Mozart. Die Musizierenden Inge Herprich und Konrad Balik verstanden es hervorragend den Inhalt der Oper musikalisch wiederzugeben.

Als Überleitung zwischen den Musikstücken erzählten die Violinisten mit mimischem Engagement die dazugehörende Handlung, was den Zuhörer viel Beifall entlockte.

Angeregt durch die virtuos dargebotende Musik ließen die Besucher den sommerlichen Abend bei Gespräch und Viertele ausklingen.

 

 

Beeindruckende Gedächtnis-Matinee  

Am 5. Juni 2011 fand im Paul-Jauch-Haus, Eningen, eine Gedächtnismatinee für HAP Grieshaber zum 30. Todestag und Margarete Hannsmann zum 90. Geburtstag statt.

Der Holzschneider und die Lyrikerin begegneten sich 1967 und bald entstand eine innige Beziehung zwischen den beiden Künstler. Gemeinsame Reisen nach Griechenland, in die damalige DDR und Wanderungen über die Schwäbische Alb sind Ausgangspunkt einer intensiven Schaffenszeit der beiden Künstler.

Eindrucksvoll las Eric van der Zwaag, Schauspieler und Regisseur vom Reutlinger Theater „Die Tonne“, Texte von Hannsmann und Grieshaber. Dr. Brigitte Bausinger begleitet die Lesung mit biographischen Daten, vertiefte die Texte mit Hintergründen und Entstehungsgeschichten.

 

Eröffnung der Museumssaison  2011 

mit einer Kunstmatinee, "Das Motiv und sein Zeichner", hat der Freundeskreis am 3. April 2011 die Museumssaison im Paul-Jauch-Haus eröffnet.

Frau Dr.  Cornelia Matz, Stuttgart, führte sehr kenntnisreich in die Zeichenkunst ein. Über die Definitionen der verschiedenen Zeitepochen wurden die Zuhörer an das Werk von Paul Jauch herangeführt.

Anlass war die Vorstellung von Neuerwerbungen der Paul-Jauch-Stiftung.

 

Besucher hören den Ausführungen von Dr. Matz zu
Paul Jauch Haus in Eningen, Heimat des Zeichners im 20. Jahrhundert. Paul Jauch wohnte hier im Grünen Hof in der Eitlinger Straße in Eningen. Hier fertigte Paul Jauch die meisten seiner Zeichnungen an. Das Paul-Jauch-Haus, genauer das Paul-Jauch-Museum im Grünen Hof in der Eitlinger Straße in 72800 Eningen hat unregelmäßig geöffnet. Die genauen Öffnungszeiten des Paul-Jauch-Hauses erfahren Sie auf dieser Website auf der Seite Aktuelles. Viel Spaß beim anschauen!