Das Paul-Jauch-Haus in Eningen
Der Freundeskreis Paul Jauch
Paul Jauch beim Zeichnen

Künstler zu Gast im Paul Jauch Haus

seit Wiedereröffnung des Hauses 2006

 (detaillierte Berichte weiter unten)

2006

   HAP Grieshaber: Plakate zum Totentanz    

   Paul Jauch: "Der Zeichner der Schwäbischen Alb"

2007

   Helga Mänz: "Bild und Text", mit Texten von Ulrich Raschke  

   Paul Jauch: Zum 50. Todestag

2008

   Gudrun Krüger: Zeichnungen und Plastiken  

   Shoko Hayashizaki: "Paul Jauch trifft Japan", Kalligraphie  

   Hans Helfersdorfer: "Graphiken–Zeichnungen-Karikaturen"

2009

   Erich Laun: "Zeichnungen & Aquarelle"    

   HAP Grieshaber: "Achalmgrüße", Kunstschätze der Gemeinde   

   Winni Victor liest "literarische Fußnoten"  

   "albwacholder": Fotopräsentation  

   Helmut Bachschuster: "Zoigidir - Orientierungsobjekte"  

   Heinz Danzer: "Juniperus", Zeichnungen  

   HAP Grieshaber: "Kunst am Bau" Bild- und Fotopräsentation    

2010

   Friedrich Palmer: "Neue Zeichnungen"  

   MAMU: "Zeichnungen aus der Tube"       

   Luitgard Schanbacher-Dürr: "Sichtbares und Verborgenes"   

2011

   Paul Jauch: "Das Motiv und sein Zeichner"  

   Lesung "Die Weggefährten von der Achalm"  

   Konzert des Trios "blue curtain"  

   Konzert des Violinduos "Konrading"  

   Armin Burghagen: "Graphische Arbeiten"    

   Peter Magiera: "Protokolle + Lebenszeichen"   

   

2012

   Winand Victor: Zeichnungen  

   Gabi Hagenloch und Friedrich Palmer am Internat. Museumstag  

   Uli Huber: "Malerei - Druck - Graphik"

2013

   Barbara Wünsche-Kehle: "Randbemerkungen"  

   Julia und Jürgen Keppeler:  "Sehnsucht südlich von Lappland"  

   Litera Musica: Konzert "Guten Tag, Frau Eule"

2015

   Paul Jauch: "Der naturnahe Paul Jauch"  

   Soiree: "Die Natur in Musik und Poesie"   

   Magdalene Glasbrenner: Schere trifft Papier

2016

   Heidi Moritz-Häntsche: "Malerei und Grafik"  

   Paul Jauch: Drucke zur "Jakobs-Leiter"  

   Paul Jauch: "Verborgene Schätze. Originale aus Privatbesitz"

 

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Jahresrückblick 2016

 

"Verborgene Schätze"

Jauch-Originale aus Privatbesitz

2. September - 2. Oktober 2016

 

Der Eninger Künstler Paul Jauch und später seine Witwe Emilie Jauch pflegten viele Kontakte auch zu Reutlinger Fabrikantenfamilien, die in den 1920er und 30er Jahren mit Auftragsarbeiten das Künstler-Dasein sicherten.

Zahlreiche Schriftwechsel, Postkarten und Original-Zeichnungen mit Widmungen von Jauch belegen die Verbindungen, die im Leben des Künstlers eine Rolle spielten. Die Werke des „Bleistift-Artist“ tauchen auch heute noch in vielen Haushalten in Eningen und Umgebung auf. Seine Motive schaffen Identifikation, denn sie zeigen die heimatliche sowie vertraute Umgebung.   

Die Ausstellung im Paul-Jauch-Haus zeigte deshalb in den Galerieräumen (EG) originale Bleistift-Zeichnungen aus Privatbesitz und nahm somit Bezug zum Leben und Wirken des Künstlers. Der Charme der Ausstellung entstand durch  individuelle Rahmungen, hochwertige Originalwerke und die kleinen Geschichten hinter den Zeichnungen.

Die Vernissage fand am Freitag, den 2. September 2016 bei bestem Wetter im Garten des Paul-Jauch-Hauses statt. Neben der Begrüßung des Vorsitzenden Wolf-Dieter Baumann und der stellv. Bürgermeisterin Dr. Barbara Dürr, führte der Journalist und Jauch-Kenner Hermann Pfeiffer in die Ausstellung ein. Für die musikalische Umrahmung sorgten Susanne Ruopp-Littmann und Ute Brandmaier mit Gesang und E-Piano. 

 

Paul Jauch - Neckarbrücke

 

 

Kleine Sonderausstellung zur „Jakobsleiter“

In den Sommermonaten war das Paul-Jauch-Haus in Eningen jeden ersten Sonntag im Monat von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Gezeigt wurde im Juli und August 2016 neben dem Museum im 1. Stock eine kleine Sonderausstellung zur „Jakobsleiter“. Der Paul-Jauch-Freundeskreis hatte vergangenes Jahr die Mappe erworben, auf der sich eine persönliche Widmung des Künstlers befindet.

Die Mappe enthält 12 Drucke der Zeichnungen, mit denen Jauch 1920 die gleichnamige Erzählung vom nicht ganz unumstrittenen Literaten Ludwig Finckh illustrierte. Zu sehen sind lokale Motive wie der Markwasen, Achalm und Wackerstein. Beschrieben wird Jauch von Fink als „Zauberer“: „Er zeichnete nur, aber was er zeichnete, das leuchtete.“ (aus Eugen Wendler: Ludwig Finckh. Ein Leben als Heimatdichter und Naturfreund in der Reihe „Reutlinger Lebensbilder“, 1985).

Paul Jauch - Illustrationen zur "Jakobsleiter" von Ludwig Finkch (1920)

 

Heidi Moritz-Häntsche

 „Malerei und Grafik“

 

Vom 3. April bis 5. Juni 2016 war die Ausstellung "Malerei und Grafik" im Paul-Jauch-Haus zu sehen. Ausstellende Künstlerin war die Reutlingerin Heidi Moritz-Häntsche, die sich mit ihren Werken zwischen gegenstandslosen Dimensionen und greifbaren Motiven bewegt.

Bei der Vernissage am Sonntag, 3. April begrüßten die stellvertretende Bürgermeisterin Dr. Barbara Dürr und der Vorsitzende Wolf-Dieter Baumann die vielen Besucher. Die Einführung hielt die Journalistin Andrea Bachmann, für die musikalische Unterhaltung waren Ute Brandmaier und Susanne Ruopp-Littmann zuständig.

Heidi Moritz-Häntsche: Gefangen in Strukturen (2011)

 

Auszug aus der Einführung von Andrea Bachmann zur Ausstellung von Heidi Moritz-Häntsche:

Menschen, Situationen, Landschaften inspirieren sie. Moritz-Häntsche geht den Dingen gerne auf den Grund, schaut hinter die Oberfläche, nimmt Gefühle, Stimmungen, Unausgesprochenes wahr und verdichtet es sorgfältig ausbalancierten Kompositionen.

Nichts ist eindeutig: Heidi Moritz-Häntsche entscheidet sich weder für abstrakte oder gegenständliche Malerei noch für eine bestimmte Technik. Ölkreide, Kohle, Öl und Gouache treffen sich derselben Leinwand, dazwischen klebt ein gelber Papierstreifen. Die Bilder gehen in die Tiefe, der Blick der Betrachterin setzt Schicht um Schicht der eigenwilligen Kompositionen frei, erkennt nach und nach die Menschen, Situationen, Landschaften, die die Künstlerin vor ihrem geistigen Auge hatte.

Knapp dreißig kleinformatigere Werke aus mehreren Jahren intensiver künstlerischer Arbeit hat Heidi Moritz-Häntsche für das Paul-Jauch-Haus in Eningen zusammengestellt.

Die sparsame Farbigkeit und der oft zeichnerische Gestus schlagen eine Brücke zu den Werken des Eninger Landschaftsmalers, dessen Lieblingsmedium der Bleistift war und der sich ebenfalls von Menschen, Landschaften und Situationen inspirieren ließ.

Zwischen den Bleistiftzeichnungen Jauchs und den Mischtechniken Moritz-Häntsches liegen einige Jahrzehnte, in denen in der Kunst nach immer wieder neuen Ausdrucksformen gesucht wurde: Expressionismus, Informel, Pop-Art, Art Brut, Kubismus, um nur einige wenige zu nennen. Heidi Moritz-Häntsche ist keine Naive, sie hat sich intensiv mit verschiedenen Kunstrichtungen auseinander gesetzt, sie eingebunden in das eigene Schaffen und so eine eigene Handschrift ausgebildet. Warme Farben, kalligraphische Strukturen, ein Zusammenspiel von Ruhe und Bewegung, malerischen und graphischen Elementen zeichnen ihre Bilder aus, die sich perfekt in die Räumlichkeiten des Paul-Jauch-Hauses einfügen.

 

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Jahresrückblick 2015

 

Schere trifft Papier

Scherenschnittkunst von Magdalene Glasbrenner

Vernissage fand statt am Sonntag, 6. September 2015 um 11.00 Uhr

im Paul-Jauch-Haus in Eningen unter Achalm

 

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden Wolf-Dieter Baumann führte Andrea Bachmann M.A., Journalistin und freie Mitarbeiterin im Stadtmuseum Tübingen, in die Ausstellung ein. Die Veranstaltung wurde von Susanne Ruopp-Littmann und Ute Brandmaier musikalisch umrahmt.

Schattenrisse, Silhouetten und Scherenschnitte treten in der (Kunst-)geschichte immer wieder auf, werden oft sehr populär und verschwinden dann wieder in der Vergessenheit. Eine regelrechte Blütezeit erleben Scherenschnitt und Schattenriss im 18. und 19. Jahrhundert und eine Hochburg der „kleinen Schwarzen Kunst“ war der Stuttgarter Raum, wo Luise Breitschwert und Luise Duttenhofer mit Schere und Papier Kunstwerke schufen, die mit ihrer Individualität, ihrem Witz und ihrem künstlerischen Ausdruck Maßstäbe setzten. Auch die Scherenschnittkünstlerin Lotte Reiniger, die 1926 mit „Die Abenteuer des Prinzen Achmed“ den ersten abendfüllenden Trickfilm der Filmgeschichte realisierte, verbrachte ihren Lebensabend in Tübingen – ihr Nachlass ist im Stadtmuseum der Universitätsstadt zu bewundern.

Die Künstlerin Magdalene Glasbrenner knüpft mit ihren Scherenschnitten an diese Tradition an und verleiht dieser besonderen Technik neue Impulse. Neben traditionellen Märchenmotiven schneidet Glasbrenner bevorzugt Motive, die für die Reduktion auf Umriss und Linie und die Farben Schwarz und Weiß wie geschaffen sind, die aber nichts mit den betulichen Genrebildchen großmütterlicher Poesiealben zu tun haben: Köpfe, die an venezianische Karnevalsmasken erinnern und die Freude am Ornament und Dekor des Jugendstils aufnehmen, für den der Scherenschnitt ebenfalls ein Lieblingsmedium war. Kipp-,Verwirr-und Wimmelbilder. Tierporträts, denen die Monochromie eine besondere Dynamik verleiht. Besonders ungewöhnlich, vor allem in den idyllischen Räumlichkeiten des Paul-Jauch-Museums, sind eine Reihe von Dessous- und Bikinimädchen im Streifenlook. Hier kombiniert Glasbrenner ihre technische Meisterschaft im Scherenschnitt mit zeichnerischem Talent und dem Blick der Grafikerin. Sehr witzig, sehr sexy und sehr gekonnt.

Auch die Kunst des Silhouettenschneidens, sozusagen das Polaroid des 18. Jahrhunderts, wird von Magdalene Glasbrenner noch ausgeübt: Auf Hochzeiten und anderen Festen schneidet sie Porträts von den Gästen. Einen spannenden Einblick in diese besondere Technik gab sie auch am Sonntag, 4. Oktober 2015 von 14.00 bis 17.00 im Paul Jauch-Haus. Kleine und große Besucher konnten dort sich selbst als Scherenschnitt schneiden lassen.

 

 

Soirée im Paul-Jauch-Haus

„Die Natur in Musik und Poesie“

Lieder und Madrigale des 16. Und 17. Jahrhunderts und Gedichte aus neuerer Zeit bildeten eine gelungene Begleitveranstaltung zur Ausstellung „Der naturnahe Paul Jauch“. Die Soirée lockte bei gutem Wetter einige Besucher an.

Sie fand statt am Sonntag, den 19. Juli 2015, 17 Uhr im Garten des Paul-Jauch-Hauses.

 

 

 

Eine Stätte für Kunst und Kultur

Mitgliederversammlung des Freundeskreises Paul Jauch

In der Mitgliederversammlung am 15.4.2015 wurde sowohl vom Vorsitzenden  des Freundeskreises Wolf-Dieter Baumann als auch von Bürgermeister Alexander Schweizer die Freude und Genugtuung darüber geäußert, dass sich das Paul-Jauch-Haus mit der Eröffnung der Ausstellung „Der naturnahe Paul Jauch“ der interessierten Öffentlichkeit nach längerer Pause gut präsentiert hat. 

Mit der Einrichtung einer Stelle für einen „Mitarbeiter oder eine Mitarbeitern für die Aufgaben für Kunst und Kultur“ will die Gemeinde, so Bürgermeister Schweizer, ab Herbst u.a. auch die Aktivitäten des Freundeskreises im Paul-Jauch-Haus weiter unterstützen, so dass dieses mit guter Perspektive als Stätte für Kunst, Kultur und Musik weitergeführt werden kann. 

In diesem Sinne würde sich der Freundeskreis natürlich auch über weitere ehrenamtliche Mitstreiter und Mitglieder freuen, zumal weitere Veranstaltungen in Planung sind, u.a. eine Ausstellung mit Arbeiten von  Magdalene Glasbrenner im September.

 

 

 

Die stille Auseinandersetzung mit dem Wachstum

Vernissage im Paul Jauch Haus

 

Die Vernissage „Der naturnahe Paul Jauch“ am 27.3. 2015 war ein geglückter Auftakt der Museumssaison im Paul Jauch Haus, das die große Zahl der Besucher kaum aufzunehmen vermochte.

Hemann Pfeiffer, der Referent des Abends, beleuchtete in seinem facettenreichen Vortrag zentrale Aspekte von Jauchs Biographie und  künstlerischem Schaffen.  Jauch  lebte von 1913 bis an sein Lebensende im Jahre 1957 im Grünen Hof in Eningen. Er liebte die ländliche Idylle seiner unmittelbaren Umgebung, die Lindenbäume -„Linden sind Mutterbäume“- und ganz besonders die Achalm, den „schönsten Berg auf Gottes Erdboden“.  All diese Sujets hat er immer wieder fein gezeichnet. 

Jauchs Themen, aber auch seine originelle Zeichentechnik und Arbeitsweise wurde von Hermann Pfeiffer in den Blick genommen, so z. B. Jauchs Vorgehen beim Fixieren seiner Bleistiftzeichnungen:

Der Künstler legte Blätter in Milch, die aber nur von Kühen stammen durfte, welche kein Grünfutter bekommen hatten. Anschließend wurden die Zeichnungen zwischen Löschblättern und alten Zeitschriften gepresst und getrocknet. So erzielte er die seinen Bildern eigene  glanzlos-matte, einheitliche Wirkung der Bildfläche.

Von Jauchs Zeitgenossen, dem Reutlinger Schriftsteller Ludwig Finckh, zitierte Pfeiffer eine anschauliche Charakterisierung von Jauchs Können.

Für Finckh war es zwar durchaus selbstverständlich, dass man mit einem Bleistift Luft und Farbe ,,wiedergeben“ könne, Jauch aber „male“ mit dem Bleistift, und der Betrachter, der sich in diese Bilder vertiefe, müsse unweigerlich erkennen, dass in ihnen „ein Hauch und Duft niedergefallen ist wie Tau aus Gottes Hand; es liegt eine Menschenseele in jedem.“

Jauch , so Hermann Pfeiffer, zeige dem Betrachter seine persönliche „ stille Auseinandersetzung mit dem Wachstum“, sein sensibles  Eintauchen in das zarte Blühen und kraftvolle Wirken der Natur, und habe so bewiesen , dass auch das „bescheidenere“ Bleistiftmaterial demjenigen unerschöpfliche Ausdrucksmöglichkeiten bietet , der sich auf seine verschiedenen Härtegrade einlässt. 

Hermann Pfeiffers profunder Vortrag wurde umrahmt durch freundliche Grußworte von Bürgermeister Alexander Schweizer und dem Ersten Vorsitzenden des Paul- Jauch- Freundeskreises Wolf-Dieter Baumann. Einen ästhetisch genussreichen Rahmen bildete Musik aus der Barockzeit für Flöte und Gitarre, wunderbar vorgetragen von Angela Schmauder (Flöte) und Teresa Dettling (Gitarre), welche den zarten und dennoch kraftvollen Zeichnungen Paul Jauchs in ganz besonders angemessener Weise entsprach.

 

 

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Jahresrückblick 2014

Freundeskreis Paul Jauch e. V. mit neuem Vorstand

Bei der gut besuchten Mitgliederversammlung des Freundeskreis am 8.11.2014 standen Neuwahlen auf der Tagesordnung. Zum 1. Vorsitzenden wurde Herr Wolf-Dieter Baumann, zur stellv. (2.) Vorsitzenden Frau Marga Benzing gewählt.

Weitere Vorstandsmitglieder sind wie bisher Frau Helga Walz, Kassiererin, Herr Harald Fügen, Schriftführer. Dem erweiterten Vorstand gehören Frau Helga Remsing und Frau Annemarie Winter an.

Frau Walz und Herr Baumann werden den Freundeskreis im neu gegründeten Stiftungsrat der Paul-Jauch-Stiftung vertreten.

Die Mitglieder stimmten einstimmig einer vorgeschlagenen Satzungsänderung zu. Die Satzung wurde den derzeitigen Erfordernissen angepasst. Die Wahl des Vorstandes findet nun alle 2 Jahre statt.

 

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Jahresrückblick 2013

 

Litera Musica: "Guten Tag Frau Eule"

Es war ohne Zweifel ein echtes Schmankerl, das sich der rührige Freundeskreis „Paul Jauch e. V.“ und seine Vorsitzende Elisabeth Brandt als Abschluss ihres diesjährigen Kulturprogramms haben einfallen lassen: Mit dem Trio „Litera Musica“ und deren Programm „Guten Tag, Frau Eule!“ verabschiedete sich das Paul-Jauch-Haus am Donnerstagabend, 14. November 2013 in die alljährliche Winterpause.

Das Häuserensemble aus dem 18. Jahrhundert an der Eitlinger Straße in Eningen unter Achalm verdankt seinen Namen dem Künstler Paul Jauch, dem „Maler mit dem Bleistift“, der von 1913 bis 1957 hier gelebt und gearbeitet hat. Ein passender Rahmen, um sich mit dem Humoristen, Maler und Zeichner Wilhelm Busch auseinanderzusetzen.

In seinem zweistündigen Programm präsentiert das Trio „Litera Musica“ bekannte und vor allem auch weniger bekannte Gedichte des Lyrikers und setzen sie in Bezug zu abwechslungsreichen Musikstücken verschiedener Epochen: Mal kunstvoll miteinander verschränkt, mal im Wechsel atemlos dahineilend, wie Textperlen auf einer Musikkette, mal sich konterkarierend oder sich ergänzend, aber alles immer und ausnahmslos treffend auf den Punkt gebracht.

Konzertlesung? Lesung mit Konzert? Rezitation mit Musik? Was die drei darbieten, ist wirklich schwer in Worte zu fassen. Wort und Musik stehen bei „Litera Musica“ nicht einfach nebeneinander, sie sind minutiös aufeinander abgestimmt, durchdringen sich, lassen die Musik den Text interpretieren oder den Text die Musik erklären. Und dies in einer Weise, dass eine völlig neue Poesie entsteht und der Zuhörer sich das Dargebotene gar nicht mehr losgelöst voneinander vorstellen kann – und will.

Jörg Wenzler, wie Paul Jauch gebürtiger Schwenninger, erweist sich als ebenso sensibler wie kraftvoll zupackender, überaus wandlungsfähiger, auf den ureigenen Charakter eines jeden Textes punktgenau eingehender Interpret, der dem Zuhörer das Gefühl vermittelt: „Ja, genau so muss das gesprochen werden, genau das hat Busch gemeint.“ Eine sprachliche und darstellerische Glanzleistung auf höchstem Niveau, ohne Frage.

Ihrem Mitstreiter in nichts nach stehen die Flötistin Reinhilde Klinghoff-Kühn und der Gitarrist Werner Klinghoff. Klangfarben von unendlicher Variabilität scheinen diesen beiden zur Verfügung zu stehen, die in traumwandlerischer Sicherheit aufeinander eingespielt die komplexesten Tongebilde in höchster Virtuosität zu prachtvollen Gemälden ausarbeiten.

Litera Musica: Hier haben sich drei absolut hochkarätige Könner auf ihren Fachgebieten getroffen und bieten in schwebender Leichtigkeit niveauvolle Unterhaltung – so etwas ist heute nur noch selten zu hören. Eine Kunst, wie geschaffen für die intime Atmosphäre des Paul-Jauch-Hauses. Kein Wunder, dass das Publikum sich bei den drei Künstlern mit lang anhaltendem, begeisterten Applaus bedankte.

Claudia Erhard

 

 

 

Ungewöhnliches Duo

Mit einem kontrastreichen Duett wurde am 29. September die Ausstellung „Sehnsucht südlich von Lappland“ im Garten des Paul Jauch Hauses in Eningen beendet.

Der Holzbildhauer Jürgen Keppeler, bekannt als „der Säger“, war schon am frühen Nachmittag damit beschäftigt einen Teil des Gartens hinter dem Paul Jauch Haus in ein Open Air –Atelier zu verwandeln. Ergänzt wurde die Ausstattung noch mit dem Equipment des Gitarristen Frank Benz.

Ab 16 Uhr konnten zahlreiche Besucher verfolgen, wie aus einem ca. 2m hohen Holzstamm eine Skulptur entstand. Dabei gab es was auf die Ohren, denn das Holz wurde in den ersten Schritten mit einer Kettensäge bearbeitet. Durchaus synchron wurden die Sägeschnitte mit den Klängen der E-Gitarre begleitet. Beim genauen Zuhören konnte der Besucher ebenfalls das Entstehen einer Klang-Skulptur erleben, wurde doch der Sound durch den Saiten-Strich mit einer „Desperado“-Bierflasche  (mexikanisches Bier, dessen Etikett nicht auf Papier, sondern direkt auf die Flasche gedruckt ist) erzeugt.

Bei der Feinarbeit an der Skulptur fanden Holzhammer und E-Gitarre eine gemeinsame Rhythmik zwischen Schlägen und Riffen die ein Gesamtkunstwerk entstehen ließen, an dem die Künstler begeistert improvisierten.

 

"Sehnsucht südlich von Lappland"

Ausstellung von und mit Julia und Jürgen Keppeler vom 7. Juli bis 29. September 2013

Bleistift   -   Tinte   -  Tusche   und   Kettensäge

das sind die Arbeitsutensilien des Künstlerpaares Julia und Jürgen Keppeler. Die Zeichnungen von Julia Keppeler nehmen den Betrachter auf eine an Symbolik und Erzählungen reiche Reise mit.

 Jürgen Keppeler bearbeitet seit 25 Jahren Holz und hat die "Sehnsucht südlich von Lappland" in Baumstämme gesägt. Mit Kunstoff, Glas und anderem natürlichem Material, so ein Hornissennest sind Werke entstanden die teilweise auch Gebrauchsobjekte sind.

 

 

 

"Randbemerkungen" im Paul Jauch Haus

Am 25. April um 19 Uhr wurde im Paul Jauch Haus die Ausstellung „Randbemerkungen" von und mit Barbara Wünsche-Kehle eröffnet.

Bei den ausgestellten Arbeiten verschob die Künstlerin den Fokus vom Zentrum auf das Außenliegende, Unscheinbare. Es sind Versuche aus scheinbar Wertlosem und aus dem, was keine Beachtung findet, etwas Besonderes zu machen.

Am Rande sind Dinge verletzlich, Papier ist an den Rändern einreißgefährdet. Doch können Ränder auch viel Bemerkenswertes oft auch Wesentliches enthalten. Notizen am Seitenrand von Bücher können für Lektoren und Historiker wichtige Hinweise auf die Denke des Schriftstellers geben. 

Ein wichtiges Kriterium für den Wert einer Gesellschaft, ist die Form wie sie mit ihren Randgruppen umgeht.

Die Werke von Wünsche-Kehle bestehen aus scheinbar wertlosen Materialien wie Papier, Draht und Tusche, die in unauffälligen natur- und schwarz-weiß Tönen gehalten sind. Die Objekte stehen in einem Wechselspiel mit Graphiken in Graphit, Gouache, Tusche und Kaffee die während den jeweiligen Entstehungsprozessen begleiten.

Stephan Wünsche, Gründer und langjähriger Leiter des Kunstvereins Eislingen an der Fils, führte in das Werk einführen.

 

 

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Jahresrückblick 2012

 

Jahresschluß 2012 im Paul Jauch Haus

Mit einer Ausstellung  von Schülerarbeiten aus der 3. und 4. Klasse der Achalmschule beschloß der Freundeskreis Paul Jauch e.V. die Veranstaltungsreihe 2012 im Paul Jauch Haus.

Während im Kabinett Kinderzeichnungen aus den Jahren 1927 bis 1930, von der Wirkungsstätte von Emilie Jauch gezeigt wurden, hatten die Eltern und Freunde der Schüler am 1. Dezember Gelegenheit die kreativen Werke und die ihrer Mitschüler in den Galerieräumen zu besichtigen.

 

Bilder von Uli Huber

Dies ist die Geschichte eines kleinen Buben, heißen wir ihn ganz einfach Uli“.... so ist eine Aquarellzeichnung von Uli Huber betitelt. Zu sehen war sie in der Ausstellung „Uli Huber. Malerei-Druck-Grafik“, die vom 7.10. bis 11.11.2012 im Paul Jauch-Haus gezeigt wurde.

Uli Huber, der von 1986 bis 1991 in Eningen in seiner Treppenhaus-Galerie gelebt und gearbeitet hat, wäre im September 70 Jahre alt geworden.

Erstmals war es möglich in einer Gesamtschau das vielseitige Schaffen des 1991 verstorbenen Künstlers kennenzulernen. Bildzeugnisse seiner großen Begabung auf dem Gebiet der Malerei und Graphik sowie der Kunst am Bau ließen Sensibilität, Nachdenklichkeit und Auseinandersetzung mit Natur und Politik erahnen. In vielen seiner Werke konnte eine persönliche Befindlichkeit gelesen werden. Seine Beschäftigung mit politischen Themen wurden in den beiden Bilder „Gedanken zu dem Thema Erdteile“ deutlich. Die mit Bleistift und Spritztechnik ausgeführten Arbeiten zeigten Physiognomien und Machtsymbole in enger Nachbarschaft.

 

 

Ludwigsburger Oboensextett im Museumsgarten

Der Paul Jauch Freundeskreis lud am 7. Juli 2012 zu einer Soirée mit heiterer Bläsermusik und Geschichten aus Boccacios "Decamerone". 

Die Zuhörer lauschten umgeben von Bäumen der Musik von L. v. Beethoven, Bernhard Krol, Wolfgang Hofmann, Gordon Jakob und W.A. Mozart. Die Stücke wurden für die Instrumente Oboen, Englischhorn und Fagotte neu bearbeitet.

Zwischen den Musikstücken las Winni Victor, von Vogelgezwitscher begleitet, die Geschichte von  Liebenden die mit viel List Wege suchen, zusammen zu kommen. Gekonnt und pointiert läßt Winni Victor die Gegebenheiten aus dem Venedig des 14. Jahrhundert lebendig werden.

 

 

 

Zeichnungen von Winand Victor literarisch verabschiedet

mit einer literarischen Finissage wurde die Ausstelllung "Winand Victor, Zeichnungen" am 24. Juni im Paul Jauch Haus beendet.

Winni Victor und Sibylle Mulot zeichneten im Garten des Paul Jauch Hauses den Ausstellungsrundgang mit literarischen Texten nochmal nach. Die unterschiedlichen Themen der Ausstellung wurden mit sorgsam ausgesuchten Texten im Zwiegespräch der Lesenden aufgegriffen.

Zur Veneta-Serie wurden u.a. Texte von Peter Huchel, Thomas Mann Claudio Magris und Günther Kunert rezitiert. Die Demo-Zeichnungen fanden ihr literarisches Echo in Texten von Elias Canetti, Wislawa Szymborska, Mahmoud Darwisch.

Die Mauer-und Pflasterstein-Gouachen wurden durch die Rezitation "Steine" von Johann Wolfgang von Goethe, und durch das "Gespräch mit dem Stein" von Wislawa Szymbrska in den Gedanken der Zuhörer zum Leben erweckt.

Mit Passagen aus Mörikes "Das Stuttgarter Hutzelmännlein" begleiteten die Lesenden die ca. 40 Zuhörer zu den letzten Zeichnungen "ALB" des Galerie-Rundgangs.

 

 

"Welt im Wandel - Museen im Wandel"

gemäß dem Motto des diesjährigen internationalen Museumstages haben sich am Sonntag 20. Mai die Museumsräume im Paul Jauch Haus in lebendige und anregende Zeichen- und Schreibräume verwandelt.

Die Besucher konnten den Künstlern Gabi Hagenloch und Friedrich Palmer über die Schulter schauen. Die beiden Bleistiftkünstler gaben Einblick in Ihre Kunst.

Bei Gabi Hagenlocher konnten sich die Gäste porträtieren lassen.

Friedrich Palmer führte durch die Geschichte des Bleistiftes und demonstrierte die verschiedenen Möglichkeiten und Handhabungen des vielseitigen Schreib-und Zeichengerätes, das sich trotz Internet als ein ausdauerndes, anspruchloses und klimafestes Multitalent behauptet. e.bra.

 

 

Winand Victor bei der Vernissage am 15. April 2012

zum ersten Mal werden nur Zeichnungen von Winand Victor präsentiert. Eine kleine Auswahl des großen Werks des Künstlers.

38 Zeichnungen fügen sich in die Räume des Paul Jauch Hauses und gaben der Ausstellung einen persönlichen und intimen Charakter. Dicht gedrängt lauschten die Besucher der Einführung des ehemaligen Feuillton-Chefs des Reutlinger GEA Hansdieter Werner. 

Das abgewandelten Bibelzitat aus dem Johannesevangelium .."im Anfang war die Zeichnung" war das Leitmotiv in den Ausführungen Werners und gaben die lebenslangen Konstanten des Künstlers Victor wieder.

Die unterschiedlichen Schwerpunkte der Ausstellung, Demonstration, Stadtbilder, Naturstudien und Abstraktes lassen auf ein umfassendes Schaffen schließen.

 

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Jahresrückblick 2011 

 

"Protokolle und Lebenszeichen" im Paul-Jauch-Haus

am Sonntag 18. September 2011 waren zahlreiche Kunstinteressierte ins Paul-Jauch-Haus zur Eröffnung der Ausstellung mit Werken des Reutlinger Künstler Peter Magiera gekommen.

Für die Ausstellung hat Peter Magiera Serien (Protokolle) zusammengestellt, die aus seiner kritischen und ökologischen Lebenshaltung heraus entstanden sind.

Eleonore Wittke ging in ihrer Einführung detailliert auf das Werk des“...so oft freundlich lächelnden Künstlers....“ ein. Die Musik, teils gesungen mit Gitarren- und Mandolinenbegleitung, dargeboten von Wolfgang Bielek und Jakob Brauße, fügte sich hervorragend in die ausgestellten Werke ein.

 

 

 

Total vocale Finissage

Der Freundeskreis Paul Jauch verabschiedete die graphischen Werke von Armin Burghagen mit einer musikalischen Matinée der besonderen Art.

Das Gesangensemble „VocaLoca“ präsentierte sein neues A -Capella-Programm „Let's talk about...And sing about...“

Mit hervorragenden Stimmen, Barbara Leibfritz, Sopran, Kiki Bofinger, Alt, und Wolfgang Hauch, Bariton, und viel Begeisterung wurden Musikstücke aus Jazz und Pop neu arrangiert und mit Verve interpretiert.

Vielleicht dem Abschiednehmen von der Kunst gezollt, fand auch das Gutenachtlied vom Mond von Matthias Claudius seinen Platz in der morgendlichen Veranstaltung.

 

 

 

 

blue curtain

Das Trio blue curtain bot am 22.07.2011 ein Hörvergnügen der besonderen Art.

Mit der Besetzung e-piano, Geige und Gesang interpretiert das Trio Songs und Balladen aus Pop, Rock Jazz und Blues, ist aber keinem Genre fest zuzuordnen.

Claudia Zentgraf , die vor allem Balladen liebt, gibt dem Ganzen mit ihrer fassettenreichen Stimme eine ganz besondere Note und erweckt die Geschichten der Songs zum Leben.

Andreas Gebhardt entlockt seiner Geige feine, melodische Klänge aber auch fetzige Rhythmen und Grooves und verstärkt so den Charakter der erzählten Geschichten.

Matthias Staiger unterlegt alles mit einem vollen, harmonischen Klangteppich und filigranen Soli. So komplettiert sich dann das Hörvergnügen der besonderen Art.

 

 

 Zauberflöten - Soirée im Museumsgarten

 

Am 9. Juli 2011 spielte das Violinduo "KONRADING" die Violinpartitur zu Oper "Die Zauberflöte" von W. A. Mozart. Die Musizierenden Inge Herprich und Konrad Balik verstanden es hervorragend den Inhalt der Oper musikalisch wiederzugeben.

Als Überleitung zwischen den Musikstücken erzählten die Violinisten mit mimischem Engagement die dazugehörende Handlung, was den Zuhörer viel Beifall entlockte.

Angeregt durch die virtuos dargebotende Musik ließen die Besucher den sommerlichen Abend bei Gespräch und Viertele ausklingen.

 

 

Beeindruckende Gedächtnis-Matinee  

Am 5. Juni 2011 fand im Paul-Jauch-Haus, Eningen, eine Gedächtnismatinee für HAP Grieshaber zum 30. Todestag und Margarete Hannsmann zum 90. Geburtstag statt.

Der Holzschneider und die Lyrikerin begegneten sich 1967 und bald entstand eine innige Beziehung zwischen den beiden Künstler. Gemeinsame Reisen nach Griechenland, in die damalige DDR und Wanderungen über die Schwäbische Alb sind Ausgangspunkt einer intensiven Schaffenszeit der beiden Künstler.

Eindrucksvoll las Eric van der Zwaag, Schauspieler und Regisseur vom Reutlinger Theater „Die Tonne“, Texte von Hannsmann und Grieshaber. Dr. Brigitte Bausinger begleitet die Lesung mit biographischen Daten, vertiefte die Texte mit Hintergründen und Entstehungsgeschichten.

 

Eröffnung der Museumssaison  2011 

mit einer Kunstmatinee, "Das Motiv und sein Zeichner", hat der Freundeskreis am 3. April 2011 die Museumssaison im Paul-Jauch-Haus eröffnet.

Frau Dr.  Cornelia Matz, Stuttgart, führte sehr kenntnisreich in die Zeichenkunst ein. Über die Definitionen der verschiedenen Zeitepochen wurden die Zuhörer an das Werk von Paul Jauch herangeführt.

Anlass war die Vorstellung von Neuerwerbungen der Paul-Jauch-Stiftung.

 

Besucher hören den Ausführungen von Dr. Matz zu
Paul Jauch Haus in Eningen, Heimat des Zeichners im 20. Jahrhundert. Paul Jauch wohnte hier im Grünen Hof in der Eitlinger Straße in Eningen. Hier fertigte Paul Jauch die meisten seiner Zeichnungen an. Das Paul-Jauch-Haus, genauer das Paul-Jauch-Museum im Grünen Hof in der Eitlinger Straße in 72800 Eningen hat unregelmäßig geöffnet. Die genauen Öffnungszeiten des Paul-Jauch-Hauses erfahren Sie auf dieser Website auf der Seite Aktuelles. Viel Spaß beim anschauen!